Engagement und Performance durch mobiles Arbeiten steigern

Mobile-Strategien intelligent einsetzen

Eine von dem NGN-Spezialisten Aruba unterstützte Studie der Economist Intelligence Unit (EIU) zeigt CIOs neue Ansätze auf, wie Produktivität, Kreativität, Zufriedenheit und Loyalität durch den intelligenten Einsatz von Mobile-Strategien gesteigert werden können.

In der globalen Studie Mobility, Performance and Engagement stellt die Economist Intelligence Unit (EIU) eine direkte Verbindung zwischen Arbeitsumgebungen mit Mobile-First-Ausrichtung und einem höheren Engagement von Mitarbeitern her. EIU liefere damit den Nachweis, dass CIOs die Performance eines Unternehmens durch die intelligente Entwicklung und Ausführung von Mobile-Strategien verbessern können.

Der von dem Hewlett-Packard-Enterprise-Unternehmen Aruba unterstützte Bericht zeige, dass Unternehmen, die von ihren Mitarbeitern beim Einsatz mobiler Technologien als Vorreiter bewertet würden, im Vergleich zu Firmen ohne mobile Ausrichtung eine Steigerung der Produktivität (16 Prozent), Kreativität (18 Prozent), Zufriedenheit (23 Prozent) und Loyalität (21 Prozent) verzeichneten.

„Mittlerweile haben die meisten Unternehmen und Mitarbeiter verstanden, dass sich ein Mobile-First-Ansatz positiv auf das Geschäft auswirken kann. Wenn Sie allerdings dem CEO eines Fortune-500-Unternehmens erklären, dass er damit die Leistung der Mitarbeiter um 16 Prozent erhöhen, oder einem Personalleiter verdeutlichen, dass er deren Loyalität um mehr als ein Fünftel verbessern kann, wird die Bereitschaft für Investitionen in mobile Technologien unserer Ansicht nach künftig noch mehr steigen“, erklärt Chris Kozup, VP Marketing bei HPE Aruba. „Auch wenn bereits frühere Untersuchungen die positiven Auswirkungen von gesteigerter Mobilität auf das Engagement der Mitarbeiter aufgezeigt haben, wurde dieser Aspekt bislang noch nicht mit der Verbesserung von Geschäftsergebnissen in Verbindung gebracht. Diese Erkenntnis wird im aktuellen Bericht sogar in konkreten Zahlen ausgedrückt.“

Im Rahmen der global durchgeführten Studie wurden 1.835 Mitarbeiter befragt. Es habe sich herausgestellt, dass sich viele über die Vorteile mobiler Arbeitsumgebungen bewusst sind. Der Studie zufolge gaben 63 Prozent der deutschen Teilnehmer an, dass sie durch mobile Technologien produktiver werden, während weitere 46 Prozent darin sogar die Ursache für gesteigerte Kreativität sehen. Dies liege auch daran, dass die meisten Mitarbeiter heutzutage Zugriff auf Mobilgeräte, wie Notebooks und Smartphones, haben.

Im Rahmen der Analyse von EIU sollte definiert werden, welche Auswirkungen dieser umfassende Einsatz mobiler Technologien auf die Geschäftsergebnisse hat. Zu diesem Zweck wurden die grundlegenden Aspekte eines Mobile-First-Mitarbeitererlebnisses festgelegt und dann gezeigt, inwiefern jeder einzelne dieser Aspekte die Unternehmensperformance beeinflusst. Dabei seien folgende wesentliche Trends besonders auffällig gewesen:

Immer und überall arbeiten

  • Die Möglichkeit, von jedem Ort zu jeder Uhrzeit zu arbeiten, wird als der größte individuelle Einflussfaktor auf die Mitarbeiterproduktivität gesehen. So sehen es auch 45 Prozent der Befragten aus Deutschland.
  • Für 33 Prozent hat diese Art zu arbeiten zudem den größten Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit.

Die Möglichkeit zusammenzuarbeiten

  • In Deutschland wird die Möglichkeit, effektiv zusammenzuarbeiten, als einer der wichtigsten Faktoren für Kreativität (32 Prozent) gesehen – ganze 43 Prozent geben sogar an, dass es den größten Einfluss auf ihre Loyalität hat.
  • Um eine bessere Zusammenarbeit zu ermöglichen, nutzen 33 Prozent der deutschen Unternehmen jetzt digitale Kollaborationstools, welche auch mobil nutzbar sind – in Großbritannien sind es bereits 56 Prozent. Mobile-Messenger-Dienste wie WhatsApp haben dagegen bei 31 Prozent der deutschen Unternehmen einen festen Platz – in Singapur sogar bei 66 Prozent.

„Die große Chance und zugleich große Herausforderung dabei ist, die Bedürfnisse der Mitarbeiter für mobiles Arbeiten und die Zusammenarbeit im Team unter einen Hut zu bringen“, erklärt Kozup weiter. „Die vielen Tools für die mobile Zusammenarbeit bieten neue Wege für nahtloses und effizientes Teamwork, selbst wenn sich die Beteiligten an unterschiedlichen Standorten befinden. Dabei ist eine Sache ganz klar: Unternehmen, die mobiles Arbeiten anbieten, steigern nicht nur ihre Attraktivität für die besten Talente sondern auch die Loyalität ihrer produktivsten Leistungsträger.“

Zugang zu mobilen Informationen

  • 43 Prozent der deutschen Arbeitnehmer berichten, dass die Möglichkeit, Informationen möglichst schnell und jederzeit zu erhalten, den größten Einfluss auf ihre Produktivität hat.
  • Inzwischen bieten 55 Prozent der Unternehmen in Deutschland Zugang zu ihrem Netzwerk von jedem mobilen Gerät an, damit deren Mitarbeiter von überall aus arbeiten können.

Freie Wahl des Arbeitsplatzes

  • Für 32 Prozent der deutschen Arbeitnehmer hat die Möglichkeit, innerhalb des Büros von überall aus zu arbeiten, den größten Einfluss auf ihre Kreativität. Weitere 28 Prozent der Befragten fügten hinzu, dass Flexibilität am Arbeitsplatz den größten Unterschied für ihre Loyalität ausmacht.
  • Ein weiterer Fakt aus der Studie belegt diesen Trend: Bereits 46 Prozent der Unternehmen weltweit haben mittlerweile „hot-desking“ eingeführt und fördern damit kollaborative Arbeitsumgebungen. 54 Prozent der Unternehmen in Großbritannien setzen bereits auf hot-desking, in Deutschland sind es 53 Prozent.

Mobile Technologien nicht nur für Millenials

In der Studie von EIU scheint das Alter der Befragten keine Rolle dabei zu spielen, wie sich mobile Technologien auf die Leistung und das Engagement der Mitarbeiter auswirken. Stattdessen wird sogar die allgemein geltende Vorstellung widerlegt, dass mobiles Arbeiten in erster Linie für die jüngere Generation relevant ist. Aus diesem Grund ist es sogar noch wichtiger, dass Unternehmen mobile Technologien zur Top-Priorität erklären.

Die Studie unterscheidet zwischen Befragten, die sich beim Einsatz von Technologien selbst als Early Adopters bzw. Früheinsteiger sehen – diese werden von Aruba als #GenMobile definiert – und Teilnehmern, die sich eher als Laggards bzw. Nachzügler bezeichnen. Early Adopters werden mit einer höheren Wahrscheinlichkeit angeben, dass mobile Technologien zu

  • Produktivitätssteigerungen (72 Prozent dieser Gruppe stimmen der Aussage zu, im Vergleich zu 50 Prozent der Laggards),
  • höherer Zufriedenheit (59 Prozent im Vergleich zu 48 Prozent),
  • gesteigerter Kreativität (52 Prozent im Vergleich zu 40 Prozent) und
  • mehr Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber (44 Prozent im Vergleich zu 31 Prozent) führen.

Allerdings sind bei der #GenMobile-Gruppe auch die Erwartungen höher: 40 Prozent gaben an, dass sie nie für ein Unternehmen arbeiten würden, das die Verwendung eigener Mobilgeräte für die Arbeit untersagt, im Vergleich zu lediglich 22 Prozent der anderen Mitarbeiter.

Kozup meint dazu: „Dies bestätigt, dass es sich bei den #GenMobile-Mitarbeitern um eine alterslose Gruppe handelt, die lieber auf Grundlage ihrer hohen Affinität für mobile Geräte beschrieben werden sollte, als anhand ihres Geburtsjahres. Early Adopters stellen nicht nur wertvollere Mitarbeitern dar, sondern ihre aktuellen Ansichten werden auch künftig von der breiten Mehrheit geteilt werden, wenn sich mobile Technologien noch weiter durchsetzen. CIOs sollten daher die Anforderungen der Early Adopters genau im Auge behalten.“

Autor: Bernhard Lück

(c)2016 Vogel Business Media

Bitte beachten Sie

Die Beiträge in der Rubrik "Trends und Innovationen" sind Inhalte unseres Medienpartners Vogel Business Media. Sie spiegeln nicht unbedingt die Meinung von DATEV wider.