Weniger klicken

Neuer Usability-Leitfaden für optimales Nutzererlebnis

Wer als App-Entwickler die Nutzbarkeit in den Mittelpunkt rückt, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil. Denn nichts nervt den Anwender mehr, als wenn er sich minutenlang durch wirre Menüs klicken muss. Ein neuer Leitfaden zu Usability & User Experience verrät, wie man die Bedienbarkeit von Software optimiert.

Wenn der Nutzer auf einer Online-Plattform minutenlang suchen muss, wo er den Auftrag bestätigen kann, oder wenn ihn eine App mit einer verwirrenden Menüstruktur nervt, dann hat das fast immer die gleichen Folgen: Der Anwender ist weg oder er deinstalliert das Programm und sucht sich ein anderes Angebot.

Das Thema Nutzbarkeit und Nutzererlebnis – oder Usability & User Experience (UUX) – ist für jeden Softwareanbieter von entscheidender Bedeutung. Drei von vier IT-Unternehmen vertraten in einer Bitkom-Umfrage die Meinung, dass eine nutzerorientiere Gestaltung wichtig ist, doch nur 15 Prozent geben an, dass dies im eigenen Unternehmen bereits praktisch umgesetzt wird.

Digitale Produkte müssen ein Nutzererlebnis bieten

„Usability und User Experience werden von vielen Unternehmen noch nicht als strategisches Instrument begriffen, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen“, sagt Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Digitalverband Bitkom. „Vor allem das frühe Feedback der Nutzer zur Gebrauchstauglichkeit und zum Nutzererlebnis ist ein wesentlicher Faktor für das Erstellen erfolgreicher digitaler Produkte.“

Der neue Bitkom-Leitfaden „Usability & User Experience – Software näher zum Nutzer bringen“ richtet sich daher gleichermaßen an Entwickler, Projektleiter und Entscheider in Unternehmen, um ihnen Best-Practice-Beispiele aus dem Bereich UUX aufzuzeigen und Entscheidungshilfen zur Auswahl und zum Einsatz entsprechender Methoden zu geben. Nach einem Überblick über den aktuellen Einsatz von UUX in Unternehmen wird zunächst einmal mit den Mythen rund um das Thema aufgeräumt - etwa mit der weit verbreiteten Meinung, dass Usability und User Experience allenfalls „nice to have“ für ein Produkt seien.

Wie lassen sich UUX-Methoden in die Entwicklungsprozesse integrieren?

Im Anschluss an einen kurzen Abriss, der erläutert, was alles zu UUX gehört, werden praktische Hilfen gegeben, wie ein positives Nutzererlebnis erreicht werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei, ein Verständnis für die Aufgaben der Nutzer zu entwickeln, ohne sie direkt zu befragen. Dabei helfen unter anderem Prototypen und Nutzertests.

In einem abschließenden Kapitel werden praktische Möglichkeiten gezeigt, wie sich UUX-Methoden in verschiedene Softwareentwicklungsprozesse integrieren lassen: vom Wasserfall-Modell über agile Entwicklung bis hin zu Design-Thinking-Prozessen. Termer: „Die User Experience ist ein essenzieller Bestandteil jeder Art von digitalen Produkten. Je früher das im Entwicklungsprozess berücksichtigt wird, desto eher kann man von den Vorteilen profitieren.“

Bitte beachten Sie

Die Beiträge in der Rubrik "Trends und Innovationen" sind Inhalte unseres Medienpartners Vogel Business Media. Sie spiegeln nicht unbedingt die Meinung von DATEV wider.