Black-Hat-Umfrage

Nicht-verwaltete Geräte gefährden Unternehmen

Auf der Konferenz Black Hat hat das Unternehmen Bitglass zahlreiche IT-Profis befragt. Die Firma wollte wissen, wo die Experten Gefahren sehen und welche Gegenmaßnahmen wirklich helfen. BYOD und nicht verwaltete Geräte sind dabei hoch im Kurs.

Wie die Umfrageteilnehmer angeben, stellen nicht-verwaltete Geräte (61,2 Prozent), wie beispielsweise im Rahmen von BYOD, sowie nicht aktuelle Systeme (55 Prozent) die größte Gefahr für die Sicherheit von Daten dar. Weiterhin werden mobile Geräte (36,4 Prozent), Cloud-Speicherorte (26,4 Prozent) sowie herkömmliche lokale Sicherheitsmaßnahmen (20,9 Prozent) als besonders anfällig genannt.

Die Sicherung von Dokumenten mittels Passwörtern wird von den Experten als die am wenigsten wirksame Maßnahme (33,3 Prozent) eingestuft. Rang zwei belegt die Technologie der Gesichtserkennung (19,4 Prozent), gefolgt von Zugriffsbeschränkungen (15,5 Prozent).

Als effizienteste Methode für Datendiebstahl sehen die Umfrageteilnehmer mit großem Abstand Phishing (58,9 Prozent). Angriffe mittels Malware und Ransomware belegen lediglich Platz zwei (26,4 Prozent). Einen weitaus geringeren Stellenwert nehmen Gerätediebstahl (6,2 Prozent), WLAN-Spoofing (4,7 Prozent) und weitere Strategien wie Social Engineering, Datendiebstahl durch Mitarbeiter sowie das Ausnutzen schwacher AWS-Regeln ein (3,9 Prozent).

Rich Campagna, Chief Executive Officer von Bitglass, kommentierte die Ergebnisse folgendermaßen: „Unternehmen haben Schwierigkeiten, mit ihren Sicherheitsmaßnahmen der Verbreitung von BYOD Rechnung zu tragen. Sie müssen gewährleisten, dass Mitarbeiter mit jedem beliebigen Gerät, auch nicht-verwalteten mobilen Geräten, sicher auf Daten zugreifen können. Die Möglichkeit zur Überwachung von Daten, ihres Speicherorts und des Zugriffs auf diese ist entscheidend für die Verhinderung von Datenverlust und Hacker-Angriffen. Die Tatsache, dass Phishing als Methode Nummer eins für Datendiebstahl genannt wurde, ist angesichts der Herausforderungen in Verbindung mit der BYOD-Sicherheit besonders beunruhigend. Die geringe Transparenz hinsichtlich nicht-verwalteter Geräte kann es Unternehmen schwermachen, Phishing und Malware zu identifizieren und darauf zu reagieren.“

Autor: Moritz Jäger

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