Gartner-Zahlen zum IT-Markt

PC-Markt im Sinkflug – IT-Ausgaben wachsen

Die weltweiten PC-Auslieferungen gingen im zweiten Quartal 2017 um 4,3 Prozent zurück, in EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) musste ein Rückgang von 3,5 Prozent verkraftet werden. Dafür steigen die IT-Ausgaben 2017 insgesamt um 2,4 Prozent.

Zum elften Mal in Folge sind die globalen PC-Auslieferungen gegenüber dem Vorquartal gesunken. Im zweiten Quartal 2017 beliefen sie sich auf rund 61,1 Millionen PCs. Dies entspricht einem Rückgang von 4,3 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2016, so die Marktforscher von Gartner. Die PC-Branche befindet sich damit in einem bereits fünf Jahre andauernden Rückgang. Die Zahl der Auslieferungen im zweiten Quartal dieses Jahres war zudem die niedrigste seit 2007. In der Kategorie PC fasst Gartner neben Desktop-Geräten auch Notebooks und sogenannte „Ultramobile Premiums“ (etwa Microsoft Surface) zusammen.

HP und Lenovo vorn

In EMEA gingen die Stückzahl-Auslieferungen um 3,5 Prozent zurück. Lediglich die beiden Top-Runner HP (+0,5 Prozent) und Lenovo (+2,9 Prozent) dürfen sich über ein Wachstum freuen und festigen so ihre Position als Nummer eins und zwei. Zudem wuchs der Abstand auf die hartnäckigsten Verfolger, da mit Dell (-9,8 Prozent), Asus (-13,9 Prozent) und Acer (-1,3 Prozent) die wichtigsten Konkurrenten teilweise massiv Federn lassen mussten.

„Die höheren PC-Preise, die aus der Knappheit der Komponenten für DRAM, Solid-State-Drives und LCD-Panels resultierten, hatten negative Auswirkungen auf die Nachfrage für PCs im zweiten Quartal 2017“, so der Erklärungsansatz von Mikako Kitagawa, Principal Analyst bei Gartner.

Good news

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Für das Jahr 2017 prognostiziert Gartner 2,4 Prozent Wachstum für die gesamten IT-Ausgaben. Den größten Schub trägt dazu Enterprise Software bei, die von 2016 auf 2017 um 5,3 Prozent zulegen, und im Folgejahr um 7,6 Prozent wachsen soll. Den Löwenanteil am IT-Kuchen haben aber nach wie vor die Kommunikationsservices mit einem für 2017 geschätzten Umsatzvolumen von knapp 1,4 Billionen US-Dollar weltweit.

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