Marktzahlen von Gartner

PC-Markt in Deutschland und Westeuropa bricht ein

Um knapp acht Prozent sind die Auslieferungen von Desktops und Notebooks im ersten Quartal dieses Jahres in Deutschland gesunken. Doch es gibt Lichtblicke.

Es sind allen voran die privaten Endkunden, die vom Kauf eines neuen stationären oder mobilen Rechners kaum mehr zu überzeugen sind. „Endverbraucher bleiben gegenüber PCs weiterhin eher gleichgültig. Stattdessen nutzen sie Smartphones zunehmend auch zu Hause. Auf Unternehmensseite erwarten wir dagegen, dass ab dem zweiten Halbjahr 2016 die Early Adopter mit der Einführung von Windows 10 beginnen werden, in den Jahren 2017 bis 2019 wird das System dann zum Mainstream werden“, erläutert Meike Escherich, Principal Analyst bei Gartner.

B2B-Geschäft legt zu

Das könnte dem Markt für Business-PCs hierzulande weiteren Auftrieb geben. Denn dieser ist im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um sechs Prozent gewachsen. Der Absturz der Verkaufszahlen ist den um 22 Prozent gesunkenen Verkäufen an Consumer geschuldet. Dadurch brach der Absatz der Desktops um zwölf Prozent ein, der von Notebooks und ultramobilen Geräten um fünf Prozent. Insgesamt verzeichneten die Anbieter in Deutschland 2,53 Millionen verkaufte PCs, was einem Rückgang von 7,8 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2015 entspricht.

Größere Probleme als im Bewusstsein verankert?

Laut Meike Escherich steht der PC-Markt vor größeren Schwierigkeiten als die Hersteller realisieren: „Sie müssen mit immer schmaleren Margen überleben und gleichzeitig ihr Angebot in neuen Gerätekategorien ausweiten, die Effizienz und Profitabilität steigern und weiter in Forschung und Entwicklung investieren. Nicht alle sind dabei erfolgreich. Ggerade im mittleren Marktsegment kämpfen viele Hersteller mit der Marktentwicklung. Das Resultat ist der Zusammenbruch des mittleren Marktsegments in den vergangenen vier Jahren und eine Konsolidierung im Spitzensegment. Samsung, Sony und Toshiba haben seit 2011 zusammengenommen zehn Prozent Marktanteil in Deutschland verloren.“

Erfolgversprechende Produktkategorien

Welche neuen Gerätekategorien das sein könnten, die durchaus Wachstum versprechen, zeigen Marktzahlen von IDC zur Entwicklung in Westeuropa. Diesen zufolge haben die Verkäufe von schlanken Convertible- und Detachable-Geräten im ersten Quartal dieses Jahres um rund 45 Prozent zugelegt. Sowohl im Consumer-Bereich als auch im Segment der Commercial Devices ist deren Marktanteil gestiegen.

Gemäß den IDC-Zahlen, die auch die Tablets erfassen, ist der Rechner-Markt in Westeuropa von Januar bis März um rund 14 Prozent geschrumpft. Laut den Marktforschern fiel der Rückgang im gewerblichen Bereich mit minus 5,2 Prozent geringer aus als im B2C-Geschäft, in dem der Absatz um 18,6 Prozent zurückging.

Autor: Katrin Hofmann

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