Joblift beleuchtet Blockchain-Jobs

Personalbedarf und -profile im Blockchain-Umfeld

Schon in den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden 42 Prozent mehr Jobs mit Blockchain-Bezug ausgeschrieben als im gesamten Jahr 2016. Das fand die Metajobsuchmaschine Joblift heraus. Vor allem die IKT-, Forschungs-, Automobil- und Energiebranche suchen nach Verstärkung in diesem Bereich. Doch die Finanzwelt scheint hinterherzuhinken.

Die Cyberwährung „Bitcoin“ ist, wenngleich ein Sonderfall für die Anwendung von Blockchain-Technologie, zugleich die bekannteste. Anfang Mai knackte die Cyber-Währung nun erstmals die 1.500-Dollar-Marke. Die rasante Entwicklung der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie gab der Metajobsuchmaschine Joblift Anlass, den Personalbedarf und gefragte Kompetenzen in diesem Umfeld zu untersuchen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass sich der Trend auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegelt:

Allerdings scheint das Berufsbild noch nicht geschärft zu sein, so Joblift: Zumeist setzten die ausschreibendenden Unternehmen ein lediglich grundlegendes Verständnis von Blockchain und Kryptographie voraus.

Dies weise darauf hin, dass – aufgrund der Neuartigkeit der Technologie – eine Tätigkeit im Blockchain-Umfeld auch ohne tiefgehende Fachkenntnisse möglich sei. Diese könnten im Rahmen des Jobs erlernt werden, gesetzt den Fall, dass allgemeine IT-Kenntnisse, etwa in der Programmierung, vorhanden seien.

Doch hier noch einmal die wichtigsten Umfrage-Ergebnisse:

  • In den vergangenen zwölf Monaten wurden insgesamt 80 ausgewiesene Blockchain-Experten gesucht.
  • Obwohl die Nachfrage zunächst gering erscheint, erlebte diese einen rasanten Anstieg: Alleine 59 Prozent der untersuchten Stellen wurden in den ersten vier Monaten dieses Jahres ausgeschrieben; das sind 42 Prozent mehr als im gesamten Jahr 2016.
  • Die meisten Stellen, 29, richteten sich dabei an Entwickler, gefolgt von Beratern (acht Anzeigen) und wissenschaftlichen Mitarbeitern (sieben Ausschreibungen).
  • Die Informations- und Kommunikationstechnologie stellte sich darüber hinaus als Branche mit dem stärksten Bedarf heraus: Ihr ist ein Viertel aller geschalteten Jobs zuzuschreiben.
  • Dem folgt die Automobilbranche mit neun Vakanzen, Forschungseinrichtungen schrieben acht Stellen aus, der Energiesektor sechs, Beratungsunternehmen sowie die Transportbranche jeweils fünf.
  • Die Finanzindustrie, die durch die Verwendung von virtuellen Währungen wie Bitcoin das stärkste Anwendungsfeld für die zugrundeliegende Blockchain-Technologie bietet, veröffentlichte erstaunlicherweise keine Anzeigen. Dies lässt vermuten, dass die Finanzwelt aktuell eher auf externe IT-Dienstleister zurückgreift oder das Potenzial der Blockchain zwar erkennt, jedoch personell noch nicht abbildet.

Autor: Ulrike Ostler

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