Update für iPhone und iPad

Sicherheit in iOS 11

Mit iOS 11 erweitert Apple die Sicherheitsfunktionen um zwei clevere Features. Zum einen lässt sich nun Touch ID schnell abschalten und die Eingabe des Passcodes erzwingen. Zum zweiten bekommen die Geräte einen SOS-Modus, der schnell einen Notruf absetzen kann. Außerdem erfordert das Verbinden mit einem PC jetzt auch auf dem iOS-Gerät die Eingabe des Sperrcodes.

Die neue Entsperrfunktion Face ID mag dem iPhone X vorbehalten sein, doch iOS 11 bringt zwei neue Sicherheitsfunktionen für alle Apple-Produkte. Die große Neuerung ist dabei ein Schutz gegen unbefugte Zugriffe. Das gilt zum Beispiel dafür, wenn ein entsperrtes Gerät an einen Computer angeschlossen wird. Aktuell reicht es, ein iDevice zu entsperren und den Zugriff zu bestätigen. Mit iOS 11 muss der Nutzer diesen Zugriff durch Eingabe des Sperrcodes zusätzlich freigeben. Das bedeutet beispielsweise, dass sich ein per Fingerabdruck oder Gesichtsscan entsperrtes iPhone nicht einfach bei einer Grenzkontrolle in einem Hinterzimmer auslesen lässt.

Eine andere Sicherheitsfunktion ist der SOS-Modus. Dieser war bislang der Apple Watch vorbehalten, nun kommt er ins iPhone. Tippt man fünfmal die Power-Taste, startet eine SOS-Funktion.

Durch Aufruf dieser Notruffunktion lässt sich in iOS 11 auch Touch ID schnell deaktivieren. Bricht man die Notruffunktion nach fünfmaligem Tippen auf die Power-Taste direkt wieder ab, ist anschließend ein Entsperren des Gerätes nur möglich, wenn das Passwort eingegeben wird. Die Idee dahinter ist, dass ein Passwort rechtlich gesehen einen höheren Schutz hat als ein Fingerabdruck (und sich hoffentlich schwerer erraten lässt).

Datenschutzvereinigungen wie die EFF loben diese neuen Funktionen. Die Funktionen seien zwar nicht primär gegen Polizei und andere Behörden gerichtet, allerdings helfe eine solche unverdächtige Funktion auch bei einer Demonstration oder ähnlichem. Die EFF wäre nach eigenen Angeben froh, wenn mehr Hersteller diesem Beispiel folgen würden.

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