Studie von Eco und ADL

Smart-Home-Umsätze werden sich bis 2022 verdreifachen

Eco und ADL haben in einer Studie festgestellt, dass es in Deutschland immer weniger Berührungsängste mit dem Smart Home gibt. Bis zum Jahre 2022 soll sich das Marktvolumen verdreifacht haben.

Eco, Verband der Internetwirtschaft und Arthur D. Little haben auf der IFA eine Studie zur Umsatzentwicklung des Smart Homes vorgestellt. Insgesamt wurden sechs Segmente unter die Lupe genommen, darunter Sicherheit und Zugangskontrolle, Unterhaltung, Gesundheit, Energiemanagement sowie Licht- und Fernsteuerung.

Prognostiziert wurde, dass die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate in den nächsten fünf Jahren bei 26,4 Prozent liegen wird. Der Grund dafür ist das stetig wachsende Angebot, das von digitalen Sprachassistenten, Fenstersensoren und Staubsaugerrobotern bis hin zu intelligenten Gadgets wie Spiegeln reicht. Die höchsten Umsätze werden in den Segmenten des Energiemanagements mit 1,3 Milliarden Euro und Licht- und Fenstersteuerung mit 1,2 Milliarden Euro erwartet.

Künstliche Intelligenz am Steuerrad

Als Basis für die Kommunikation zwischen den Geräten im und ums Haus liegt das Internet zugrunde. Die bequeme Steuerung des Smart Homes wird durch die Kombination zweier Komponenten ausgemacht: Sprachsteuerung und künstliche Intelligenz (KI). Während Letztere durch die Analyse durch Nutzungs- und Kontextdaten auf eine funktionale Verbesserung hinarbeitet und damit die Benutzerfreundlichkeit steigert, sorgen Sprachassistenten dafür, dass der Nutzer ganz unkompliziert mit seinen Helferlein im Haus kommunizieren kann – ob Alexa oder Google Home. Verbunden sind die KIs mit Haushaltsgeräten wie Kühlschränken, Waschmaschinen und Überwachungsanlagen.

Erfolgsrezept Datenaustausch

Die wichtigste Zutat für das Wachstumspotenzial des Smart-Home-Markts ist der funktionierende Daten- und Informationsaustausch zwischen heterogenen Geräten und Smart-Home-Lösungen – herstellerunabhängig. Als Voraussetzung dafür stehen laut der Studie Unternehmen in der Pflicht, Teil eines Ökosystems zu werden. Dies sei nur möglich, wenn eine Bereitschaft zur Integration und Kooperation mit Lösungen aus anderen Technologien und Branchen bestehe.

Auf internationaler Ebene sind besonders Plattformen erfolgreich, die mit Partnerunternehmen und Startups zusammen an einer Lösung arbeiten und damit innovativer entwickeln. Lars Riegel, Principal Arthur D. Little, formuliert das Ziel, dass Unternehmen mit offenen Systemen arbeiten und anderen Marktteilnehmern Zugang zu ihrem Produkt bereitstellen sollten. Damit biete sich eine große Chance für den Mittelstand in Deutschland, ebenfalls ins Smart-Home-Geschäft einsteigen zu können.

Autor: Sarah Nollau

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