Gefahr für Daten

Sommer, Sonne, Hitzeschäden

Die warme Jahreszeit bringt häufig Hitzephasen mit sich, die Mensch und Maschine stark belasten. Speziell bei Festplatten und SSDs steigt angesichts zu hoher Umgebungstemperaturen die Gefahr von Datenverlusten, berichten die Datenretter von Attingo.

„Für viele externe Festplatten sind nur 35 Grad Celsius Umgebungstemperatur spezifiziert, ein Wert der am kommenden Wochenende in weiten Teilen des Landes überschritten werden kann“, warnte Attingo-Inhaber Dipl. Ing. Nicolas Ehrschwendner vor dem Einsetzen der Sahara-Hitze im Juni.

Überhitzung kann viele unangenehme Folgen für Festplatten nach sich ziehen. Durch Materialausdehnungen entstehen beispielsweise Headcrashes, Dejustierungen der Schreib- und Leseköpfe sowie defekte Lager. SSDs sind dank des Verzichts auf mechanische Bauteile robuster, drosseln aber bei zu großer Hitze ihre Leistung, um nicht selbst weiter Abwärme zu produzieren.

Weitere Gefahren und Tipps

Auch Unwetter bedeuten für Datenretter wie Attingo häufig Hochbetrieb. Blitzschlag oder Überflutungen sorgen oft für verheerende Schäden. „Auch vermeintlich sichere RAID-Systeme in NAS oder Server können in diesen Fällen den Datenverlust nicht verhindern, da meist alle Datenträger gleichzeitig einen derartigen Schaden nehmen“, erklärt Ehrschwendner.

Die Experten haben die folgenden Tipps zusammengetragen, um Ausfälle in der heißen Jahreszeit weitgehend zu vermeiden:

  • Ausreichende Klimatisierung oder zumindest effiziente Luftzirkulation sorgen für Kühlung.
  • Mobile Endgeräte wie Notebooks oder Tablets sollten bei praller Sonne nicht im Auto-Innenraum gelassen werden.
  • Allgemein ist direkte Sonneneinstrahlung auf Computer, Notebooks und externe Festplatten zu vermeiden.
  • Systeme, Server und NAS ohne angeschlossene USV sollten während starker Gewitter vom Stromnetz getrennt werden.
  • Regelmäßige Backups und deren sichere Aufbewahrung sollten selbstverständlich sein.
  • Bei defekten Datenträgern professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und nicht selbst versuchen, die Geräte wieder in Betrieb zu nehmen.

Autor: Martin Hensel

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