Qualifikationslücken schließen

Studie: Die Zukunft von IT-Experten

Die SolarWinds-Studie "Building Confidence for Tech Pros of Tomorrow" untersucht, in welchen Bereichen Technikexperten ihre Fähigkeiten ausbauen müssen, um die hybriden, dezentralen technischen Umgebungen von heute sowie die komplexen Umgebungen von morgen verwalten zu können.

Die Umfrage wurde anlässlich des IT Professionals Days am 17. September 2019 durchgeführt. An diesem Tag, der immer am 3. Dienstag im September stattfindet, gehe es darum, IT-Experten Wertschätzung zu zeigen und die kritische Rolle herauszustellen, die sie im Leben der Endbenutzer und im Betrieb erfolgreicher, moderner Unternehmen spielen. Die diesjährigen Ergebnisse machten deutlich, wie sich Technikexperten auf die Zukunft vorbereiten können.

"Auch wenn Technikexperten sich ihrer Ziele bewusst sind, kann der Weg hin zu einer selbstbewussten Karriere steinig sein", sagt Joe Kim, Executive Vice President, Engineering, und Global Chief Technology Officer bei SolarWinds. "Es ist keine einfache Aufgabe sich die notwendigen Fähigkeiten zu erarbeiten und herauszufinden, wie man sich diese am besten aneignet – wie unser IT Trends Report in diesem Jahr bereits belegt hat." Für den IT Pro Day 2019, so Kim, sei man noch einen Schritt weiter gegangen und habe untersucht, wie Technikexperten neue Qualifikationen erwerben und wie man sie auf ihrem Karriereweg und im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten unterstützen könne.

Laut Studie sind sich die Technikexperten der Auswirkungen von Qualifikationslücken bewusst. 60 Prozent der Befragten haben in den letzten sechs Monaten keine neuen Fähigkeiten oder Zertifizierungen erworben. Fast 50 Prozent der Technikexperten, die tatsächlich einen Zertifizierungsprozess begannen, haben diesen aufgrund von Zeitmangel nicht abgeschlossen.

Die Umfrage zum IT Pro Day 2019 zeige, wie Führungskräfte und Technikexperten zusammenarbeiten könnten, um Qualifikationslücken zu schließen. Den Umfrageergebnissen zufolge sind eine stärkere Unterstützung von der IT- und Geschäftsleitung sowie ein höheres Budget die zwei größten Anforderungen, damit Technikexperten aktuelle und zukünftige IT-Umgebungen zuversichtlicher verwalten können. Gleichzeitig seien auch Fertigkeiten in zwischenmenschlicher Kommunikation für ein kontinuierliches Karrierewachstum entscheidend.

"Technikexperten arbeiten heute stärker denn je mit Führungskräften zusammen, um Unternehmensziele zu erreichen. Gleichzeitig müssen sie mit der enormen Menge an Arbeit und Verantwortung zurechtkommen, die die heutigen, komplexen und technischen Umgebungen mit sich bringen", fügt Kim hinzu. Anlässlich des fünften jährlichen IT Pro Days möchten wir auf die vorhandenen Qualifikationslücken aufmerksam machen und Technikexperten befähigen, ihre Karrieren zukunftssicher zu gestalten."

Für die Studie "Building Confidence for Tech Pros of Tomorrow" zum IT Pro Day 2019 habe man im August 2019 177 Technikexperten des öffentlichen und privaten Sektors auf der ganzen Welt befragt, um Einblick in vorhandene Qualifikationslücken zu erhalten und herauszufinden, wie Technikexperten und ihre Unternehmen mit diesen umgehen.

Schon der SolarWinds IT Trends Report 2019: SkillsforTechProsofTomorrow (Fähigkeiten der Technikexperten von morgen) habe ergeben, dass Technikexperten sich nicht ausreichend für die Verwaltung heutiger und zukünftiger Umgebungen gerüstet fühlen. Doch noch immer stehe Weiterbildung zu wenig im Vordergrund:

  • Nahezu 60 Prozent der Befragten haben in den letzten sechs Monaten keine neuen Fähigkeiten oder Zertifizierungen erworben.
  • Einige hatten die Absicht, eine neue Fertigkeit zu erwerben: 63 Prozent der Umfrageteilnehmer haben einen Zertifizierungsprozess begonnen (z. B. Microsoft, Cisco, AWS, VMware), den Kurs aber nicht abgeschlossen.
  • Fast die Hälfte (47 %) gab Zeitmangel als Grund dafür an, den Kurs nicht vollendet zu haben.

Unternehmen arbeiten daran, den Fachkräftemangel in Rechenzentren auf eine Weise zu lösen, die Technikexperten entgegenkommt:

  • Unternehmensinterne Schulungen gehören zu den drei beliebtesten Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und wurden von 35 Prozent der Befragten favorisiert.
  • Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer (54 %) gab zudem an, dass ganztägige Präsenzschulungen ihrer Ansicht nach zu den IT-Schulungsoptionen gehören, die im Hinblick auf den Zeitaufwand den meisten Mehrwert bieten.
  • Unternehmen, die diese Lücke mithilfe von Automatisierung schließen (31 %), zeigen, wie Unternehmen in neue Möglichkeiten zur Weiterbildung der Mitarbeiter investieren können.

Außerdem, so die Studie, werde die Entwicklung von Soft Skills für das Karrierewachstum immer wichtiger. Nahezu die Hälfte der Befragten (46 %) nannte zwischenmenschliche Kommunikationsfähigkeiten als entscheidend für ihr kontinuierliches Karrierewachstum. Zu den weiteren Top-Fähigkeiten gehören: Projektmanagement (56 %) und Reden in der Öffentlichkeit/Präsentationen (52 %).

Obwohl die meisten Technikexperten bei der Kommunikation mit der Geschäftsleitung selbstsicher auftreten würden, erhielten sie nicht immer die Tools und die Unterstützung, die sie für ein effektives Arbeiten benötigen. Damit Technikexperten aktuelle und zukünftige IT-Umgebungen zuversichtlicher verwalten könnten, müssten vor allem die folgenden zwei Punkte erfüllt sein:

  • höheres Budget/zusätzliche Ressourcen (64 %),
  • stärkere Unterstützung durch die IT-Abteilung oder Geschäftsleitung (48 %).

Fertigkeiten im Application Performance Management (APM) würden für Technikexperten verschiedener Aufgabenbereiche immer wichtiger. Gleichzeitig hätten Technikexperten den Wunsch, ihre APM-Kenntnisse zu erweitern. Die Befragten nannten Anwendungssupport, Fehlerbehebung und Überwachung als Verantwortlichkeiten, die sie übernehmen, obwohl sie nicht zu ihrer Stellenbeschreibung gehören. 53 Prozent erwähnten insbesondere die Überwachung der Benutzererfahrung (User Experience Monitoring) für Anwendungen als zusätzlich notwendige Fähigkeit, um ihre Umgebung zuverlässig zu verwalten. Dies zeige, wie hoch die Priorität eines außergewöhnlichen Endnutzererlebnisses sei.

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