Business Intelligence

Unternehmen schöpfen Potenzial von Daten noch nicht aus

Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erarbeiten sich zu wenige Geschäftsimpulse und Erkenntnisse aus Daten. Das zeigt eine aktuelle Business Intelligence- und Analytics-Studie von Sopra Steria Consulting.

Die Führungsebene der meisten Unternehmen stuft Business Intelligence (BI) und Analytics mittlerweile als geschäftskritisch ein. Der Anspruch, sich als datengetriebene Organisation aufzustellen, ist daher weit verbreitet. Die Wertschöpfung aus Daten bleibt allerdings noch weit hinter den Erwartungen zurück.

Derzeit nutzen Unternehmen laut der BI- und Analytics-Studie von Sopra Steria in Zusammenarbeit mit dem Business Application Research Center nur einen Ausschnitt der tatsächlich verfügbaren Daten und diese vor allem nur für Controlling- und Reportingzwecke sowie zur Vertriebssteuerung. Nur in rund sechs Prozent der Unternehmen liefert BI und Analytics umfassend Mehrwert durch Information in der Produktgestaltung. Eine datengetriebene Fertigung sowie Forschung und Entwicklung ist ebenfalls Zukunftsmusik.

Fehlendes Fachwissen

Verantwortlich dafür sind nach Angaben von 43 Prozent der Befragten vorrangig Lücken im fachlichen Verständnis. Oft fehle es an Ideen, die technischen Möglichkeiten für Analysen, Prognosen und Innovationen nachhaltig zu nutzen, um fachliche Anwendungsfälle zu entwickeln. Zudem geben 31 Prozent fehlende technische Expertise für neue Disziplinen wie Advanced Analytics und künstliche Intelligenz (KI) zu Protokoll. Die Mehrheit der Unternehmen erarbeitet sich gerade erst das Know-how, unstrukturierte Daten für ihre Analysezwecke zu nutzen und auf Basis weiterführender Technologien wie Text Mining und Deep Learning neue Erkenntnisse zu gewinnen

Die Folge: Nur jedes vierte befragte Unternehmen erzielt derzeit Wertschöpfung aus Daten, die unter anderem aus Blogs und Social-Media-Plattformen sowie anderen Quellen stammen – beispielsweise in Form von Wettbewerbs- und Marktanalysen sowie durch ein frühzeitiges Reagieren auf Kundenfeedback im Internet.

Ereignisdaten weiter verbreitet

Fortschrittlicher sind die Unternehmen bei der Nutzung von ereignisgesteuerten Daten, wie sie für Sendungsverfolgungen und andere Echtzeit-Statusmeldungen im Online-Handel und in der Logistik schon verwendet werden. Jedes zweite Unternehmen nutzt diese Form von Ereignisdaten zumindest teilweise, um Kunden mehr Service zu bieten und Abläufe zu beschleunigen.

Autor: Lisa Marie Waschbusch

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