Big-Data-Einsatz macht Probleme

Viele Datenquellen überfordern Unternehmen

Die hohe Anzahl an verschiedenen Datenquellen stellt Unternehmen, die Big Data nutzen, vor Probleme. Sie verzetteln sich häufig im Umgang und mit der systematischen Einbindung der Informationen, wie eine Studie von Sopra Steria Consulting zeigt.

Gemeinsam mit dem Business Application Research Center (BARC) haben sich die Marktforscher mit den Big-Data-Problemen von Unternehmensanwendern befasst. Demnach sorgt die Vielzahl der verfügbaren Datenquellen bei Anwendung und Implementierung für Schwierigkeiten. Vier von zehn Firmen beklagen mangelnde Fachkenntnisse, um die Daten für weiterführende Analysen einzusetzen. In der Folge fehlt es an Wertschöpfung aus den Analytics-Investitionen. Mehr als jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) sieht Nachholbedarf bezüglich der Integration und Verknüpfung von Daten in die fachliche Arbeit. Das führt zu verpassten Informationen und im schlimmsten Fall zum Ziehen falscher Schlüsse.

Umdenken setzt ein

Die Marktforscher verzeichnen zudem ein Umdenken, weg von Big-Data- und hin zu Smart-Data-Strategien. Es geht dabei weniger um das Anzapfen einer möglichst großen Zahl von Datenquellen, sondern vielmehr um eine sinnvolle Datenauswahl, die vollständig verstanden wird. „Nicht Datenmenge und -qualität entscheiden über die Güte datengetriebener Geschäftsmodelle, sondern das fachliche sowie analytische Know-how, mit den Daten etwas Wertschöpfendes anzustellen. Es kommt darauf an, qualifizierte Teams aus Data Scientists und Fachspezialisten zusammenzubringen, die in einer agilen Arbeitsumgebung systematisch Anwendungsfälle identifizieren und erschließen und die die Frage nach den tatsächlich benötigten Daten mitbeantworten“, erklärt Lars Schlömer, Leiter BI & Analytics von Sopra Steria Consulting.

Info

Die vollständige Studie „biMA 2017/18“ steht auf der Website von Sopra Steria Consulting zum kostenlosen Download bereit.

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