Technik

Vierbeiniger Laufroboter soll im Schwarm den Mars erkunden

Das Tal Valles Marineris auf dem Mars ist für Wissenschaftler interessant, da dort Wasser vermutet wird. Dazu arbeiten Forscher an einem Laufroboter, der sich zusammen mit einem Rover und flugfähigen Vehikel als Schwarm gegenseitig ergänzt.

Der bis zu sieben Kilometer tiefe Grabenbruch des Valles Marineris – das größte Grabenbruchsystem unseres Sonnensystems – ist für die Wissenschaft von großem Interesse. Aufgrund von Hinweisen auf Wasservorkommen, früherer vulkanischer Aktivität und der Abschattung von UV-Strahlung erfüllt er die Voraussetzung für die Existenz außerirdischen Lebens. Berge, Schluchten und Höhlen machen das Gebiet jedoch zu einem für die Exploration extrem komplexen Terrain. Dazu arbeiten Wissenschaftler an einem heterogenen, autonomen Roboterschwarm, um das Valles Marineris auf dem Mars zu erforschen. Dahinter steht die Forschungsinitiative VaMEx, was für Valles Marineris Explorer steht, des DLR Raumfahrtmanagements.

In der ersten Projektphase von VaMEx wurden Rover und flugfähige Vehikel als sich komplementär ergänzende Schwarmteilnehmer entwickelt, damit Wege effizient aufgespürt werden können und Übersichtskarten aufgebaut werden können. Allerdings fehlte es bisher an einer Roboterplattform, um das Valles Marineris umfangreich zu erforschen. Dazu gehört auch, dass sich der Roboter in den zerklüfteten Felsformationen fortbewegen kann oder gar in Höhlen und Felsspalten vordringt und dort selbstständig navigiert. Diese verbleibende Lücke im Schwarm schließt der vierbeinige hominide DFKI-Laufroboter „Charlie“, der in VIPE weiterentwickelt wurde.

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