Channel Fokus: IT-Security

Viren, Würmer und Trojaner

Sie sind in aller Munde und bleiben doch oft unerkannt: Cyberattacken. Die Bedrohungen aus dem Netz infizieren, wie ihre Namensgeber, oft getarnt, hinterlassen jedoch großen Schaden. Einen Überblick über die Lösungen des Security-Markts gibt das IT-BUSINESS-Panel.

Cyberattacken gehören zu den großen Bedrohungen unsere Zeit. Genauer: sie zählen zu den vier weltweit größten Risiken, direkt hinter den Folgen des Klimawandels, Wetterextremen und der Zunahme von Naturkatastrophen. So das Ergebnis des diesjährigen "Global Risk Report" des Weltwirtschaftsforums.

Wenn Kritische Infrastrukturen nicht durch ausreichend IT-Security geschützt werden, sind Katastrophen vorprogrammiert. Diese Einsicht ist nun auch in der Chefetage angekommen. Deshalb reagieren Unternehmen mit dem Ausbau ihrer Technologie zur Sicherung der Infrastruktur. Es ist daher nicht verwunderlich, dass IT-Security für den Channel nicht mehr wegzudenken ist und Security-Lösungen eine große Rolle spielen. Das sehen auch 93 Prozent der befragten Hersteller und Distributoren so. Lediglich sieben Prozent halten sie für "mittelwichtig".

Eine der Herausforderungen des Markts ist das Fortschreiten der Technik. Denn auch Cyber-Kriminelle entwickeln ihre Methoden kontinuierlich weiter, um möglichst schnell und unkompliziert in fremde Netzwerke einzudringen. Wie wichtig neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Security-Automation für Hersteller und Distributoren sind, zeigt das Ergebnis des IT-BUSINESS-­Panels. Für grundsätzlich unwichtig hält sie niemand, vielmehr schätzen sie 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer für "wichtig bis sehr wichtig" ein.

Doch nicht nur die Anzahl an Sicherheitslösungen nimmt zu, parallel dazu wächst auch das Bewusstsein der Unternehmen für die Relevanz der eigenen Sicherheit. Die IT-Security gewinnt allgemein an Wertschätzung. Jedoch sind viele Unternehmen mit der Einrichtung und Verwaltung ihrer IT-Sicherheit überfordert.

Im Zuge dessen steigt auch die Nachfrage nach Managed Security Services (MSS) und wird auch in Zukunft aufgrund des Fachkräftemangels immer wichtiger. Das bestätigen die Zahlen des IT-BUSINESS-Panels, denn 75 Prozent der befragten Hersteller und Distributoren glauben, dass MSS für ihre zukünftige Planung ebenfalls wichtig sein wird.

Ist-Zustand des Security-Markts

Die eigene Sicherheit in der digitalen Welt ist von allgemeiner Bedeutung. Daher boomt auch der Markt an Sicherheitslösungen. Was die aktuellen Umsatzrenner bei diesen Lösungen sind, spaltet die Umfrage-Teilnehmer. Denn auf Platz eins der Umsatztreiber der befragten IT-Fachhändler steht mit 63 Prozent die Network-Security. Diese bekommt mit 30 Prozent nur den dritten Platz bei den befragten Distributoren und Herstellern. Ihre Nummer eins bildet mit 61 Prozent die Endpoint- und Mobile-Security; Platz zwei der IT-Fachhändler und Systemintegratoren (43 %). Auf den dritten Platz der Geschäftstreiber der IT-Fachhändler und Systemintegratoren steht mit 30 Prozent die E-Mail-Security. Dem schließen sich nur sieben Prozent der Distributoren und Hersteller an.

Top drei der Zukunftsstrategien

Umfassende Sicherheit muss auch mit dem Blick in die Zukunft geplant werden. Denn parallel zu neuen Technologien entstehen neue Sicherheitslücken, die konsequenterweise auch IT-Security benötigen. Das eine bedingt das andere. So vielfältig das Angebot an Lösungen ist: Für den Markt der Zukunft sind sich alle Channel-Akteure einig. Für sowohl IT-Fachhändler/ Systemintegratoren sowie Distributoren und Hersteller steht Cloud-Security auf Platz eins. Den zweiten Platz belegt Endpoint- und Mobile-Security, gefolgt von Governance, Risk und Compliance auf dem dritten Platz. Interessanterweise messen 32 Prozent der befragten IT-Fachhändler und Systemintegratoren E-Mail-Security Bedeutung bei. Das sehen nur sieben Prozent der Distributoren und Hersteller so.

Challenge: Unternehmenssicherheit

Bei der Frage, was derzeit die größten Herausforderungen sind, wenn es um die Unternehmenssicherheit geht, waren sich IT-Fachhändler / Systemintegratoren und Distributoren/ Hersteller einig. Als größte Sicherheitslücke sehen beide das mangelnde Security-Bewusstsein der Belegschaft (IT-Fachhändler / Systemintegratoren 76 %; Distributoren / Hersteller 53 %). Auf den weiteren Plätzen stehen als zusätzliche Sicherheitshürden die Gerätevielfalt (IT-Fachhändler / Systemintegratoren 37 %; Distributoren / Hersteller 50 %) sowie Internet of Things / Operational Technology (IT-Fachhändler / Systemintegratoren 50 %; Distributoren / Hersteller 49 %).

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