Studie von LinkedIn und BITKOM

Welche Kompetenzen verlangt die Berufswelt von morgen?

Welche Fähigkeiten und Kompetenzen sind im Job heute gefragt? Und wie verändern sich die Anforderungen angesichts der digitalen Transformation? Dieser Fragestellung ging LinkedIn in Zusammenarbeit mit dem BITKOM im Rahmen einer Studie nach.

Die digitale Transformation macht auch vor der Berufswelt nicht Halt. Angesichts dessen verändern sich auch Jobprofile und Anforderungen an Fach- und Führungskräfte. Um den Wandel in diesen Feldern zu dokumentieren, führte LinkedIn zusammen mit BITKOM eine Studie durch. Befragt wurden dafür deutsche Vorstände und Personalverantwortliche. Zentrale Frage war, welche Hard- und Soft Skills am gefragtesten sind und wie sich der Stellenwert dieser in den nächsten zehn Jahren verändern wird.

Minimale Veränderungen unter Hard Skills

Gegenwärtig sei der wichtigste Hard Skill die Datenanalyse und -interpretationsfähigkeit. Knapp 90 Prozent der Befragten sahen diese Kompetenz auf dem ersten Platz. In der Voraussage für das Jahr 2027 landet sie auf dem zweiten Platz hinter der Fähigkeit zum Wissensmanagement. Das Schlusslicht der Hard-Skill-Liste ist im Moment die Programmier-Fähigkeit. Obwohl diese einen Zuwachs von 32 Prozent auf 48 Prozent verzeichnet, bleibt sie aber auch künftig auf dem letzten Platz.

Wer Unternehmensführung zu seinen Talenten zählt, darf sich freuen. Obwohl der Skill für die momentanen Anforderungen nur auf dem vorletzten Platz landet, ist der Zuwachs in den kommenden Jahren enorm. Die Kompetenz klettert immerhin auf den fünften Platz der gefragten Hard Skills in zehn Jahren.

Die Nachfrage nach Fähigkeiten wie Social Media-Kenntnissen und allgemeiner Digitalkompetenz sowie Projektmanagement verändern sich nur minimal und bleiben im Mittelfeld.

Soziale Kompetenzen auf dem Vormarsch

Die Fähigkeiten für den sozialen Umgang gewinnen deutlich an Signifikanz im beruflichen Alltag. Zehn Jahre machen hier einen größeren Unterschied für die Entwicklung der Nachfrage aus.

Auf dem Siegertreppchen der wichtigsten Fähigkeiten heute landen Kritikfähigkeit mit 76 Prozent, Entscheidungsstärke mit 74 Prozent und Verhandlungsführung mit 73 Prozent. Die Fähigkeit, Kritik anzunehmen und umzusetzen, landet nach der Einschätzung der Befragten in zehn Jahren im Mittelfeld auf Platz vier. Auch die Entscheidungsfähigkeit muss vier Plätze einbüßen und landet im mittleren Drittel auf Platz sechs.

Deutlich an Zuwachs gewinnt die Kommunikationsfähigkeit – nicht nur im Mikrokosmos mit den Kollegen am Schreibtisch nebenan. Die Globalisierung durch Digitalisierung gibt es vor: ein Mitarbeiter sollte auch über seine regionale Schreibtischkante hinaus schauen können und dafür interkulturelle Kompetenz im Gepäck haben. Diese rutscht nämlich vom vorletzten Platz auf Platz fünf der meist gefragten Kompetenzen in zehn Jahren.

Regionale Unterschiede

Die Region bestimmt das Ranking einzelner Fertigkeiten. Wer seine stärkste Fähigkeit in den sozialen Medien sieht, sollte sich um eine Wohnung in München bemühen. Dort wird die Kompetenz in zehn Jahren mit 26 Prozent verstärkt gefragt sein. In der deutschen Hauptstadt wird hingegen besonders nach Programmierkenntnissen (61 Prozent) und allgemeinen Digitalkompetenzen (55 Prozent) Ausschau gehalten. Frankfurt am Main hingegen wird sich um Mitarbeiter bemühen, die kompetent in Change-Management (40 Prozent) und Projektmanagement (30 Prozent) sind.

Über die Studie

Für die Studie wurden im Januar dieses Jahres 305 Personalentscheider und Vorstände befragt, die in deutschen Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern arbeiten. Anhand der Studie können Berufstätige beurteilen, wo sie mit ihren Kompetenzen stehen und in welche Richtung Weiterbildungsbedarf steht, um auch in zehn Jahren auf dem aktuellen Stand zu sein.

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