Finale des Wettbewerbs „Digitale Stadt“

Wettbewerb von Bitkom und DStGB geht in die Endrunde

Darmstadt, Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg stehen in der Endrunde des Wettbewerbs „Digitale Stadt“ des Digitalverbands Bitkom und des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB). Insgesamt hatten sich 14 Städte mit 86.000 bis 156.000 Einwohnern aus dem gesamten Bundesgebiet beworben.

„Aus einem sehr starken Teilnehmerfeld konnten sich fünf Städte mit ihrer Bewerbung durchsetzen“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Alle Bewerber haben sehr gut durchdachte und überzeugende Konzepte vorgelegt. Jedes dieser Konzepte ist preiswürdig, die Jury hatte eine schwierige Entscheidung zu treffen.“ Mitglieder der Jury sind neben Bitkom Vertreter von Hewlett Packard Enterprise, SAP, Software AG, Telekom und Vodafone. Der DStGB hat die Jury aus kommunalfachlicher Perspektive beraten.

„Die erste Phase des Wettbewerbs Digitale Stadt hat eindrucksvoll gezeigt, über welches immense Potenzial an Kreativität und Ideen die Kommunen in Deutschland verfügen“, sagt DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg, der ausnahmslos allen Bewerbungen eine sehr hohe Qualität bescheinigt. „Besonders beeindruckend ist die herausragende Unterstützung der örtlichen Bevölkerung, Unternehmen, Institutionen und Vereine in den Wettbewerbsstädten. Das zeigt, dass die Potenziale der Digitalisierung erkannt werden.“

Der Wettbewerb habe bereits viel Schwung in die Digitalisierung auf kommunaler Ebene gebracht. Landsberg: „Wir freuen uns auf die Endrunde mit den ausgewählten Städten und sind gespannt, wer sich durchsetzen wird.“

Zwischen den verbliebenen Bewerbern zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Der Wettbewerb geht nun in eine Individualisierungsphase mit dem Ziel, die möglichen digitalen Angebote auf den konkreten Bedarf der Finalstädte zuzuschneiden. Die fertigen Konzepte werden die Oberbürgermeister am 31. Mai in Berlin vorstellen.

Die Gewinnerstadt wird im Juni 2017 beim Nationalen Digitalgipfel bekanntgegeben. Die ersten Anwendungen sollen schon im Jahr 2018 in Betrieb gehen. Die Projektpartner aus der Digitalwirtschaft werden die Gewinnerstadt mit neuesten digitalen Infrastrukturen und Lösungen ausstatten, um damit Herausforderungen wie Verkehrsprobleme, Umweltverschmutzung, Energieeinsparungen oder Engpässe in der Gesundheitsversorgung praktisch anzugehen.

„Unser Ziel ist der Aufbau einer digitalen Modellstadt, die anderen Kommunen im In- und Ausland als Vorbild bei eigenen Digitalisierungsprojekten dienen kann“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Rohleder. Bis zum Teilnahmeschluss am 15. März hatten sich die Städte Bergisch Gladbach, Bremerhaven, Cottbus, Darmstadt, Göttingen, Gütersloh, Heidelberg, Jena, Kaiserslautern, Konstanz, Ludwigsburg, Paderborn, Ratingen und Wolfsburg beworben.

Ein erfolgreiches Abschneiden im Wettbewerb ist auch an eine breite Unterstützung vor Ort geknüpft. „Der Aufbau einer digitalen Stadt funktioniert nur, wenn Verwaltung, Bürgerschaft und Unternehmen geschlossen hinter dem Projekt stehen“, betont Rohleder. Für die Finalstädte ist es nun wichtig, die lokale Unterstützung auszubauen und die nachhaltige Entwicklung zu einer Digitalstadt auch im Anschluss an das Projekt sicherzustellen.

An der Realisierung des Projekts sind neben dem Bitkom und dem DStGB zahlreiche Unternehmen der Digitalwirtschaft beteiligt. Die Unternehmen haben bislang Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in Aussicht gestellt. Damit sollen unter anderem ein leistungsfähiges Breitbandnetz, innovative Lösungen für den lokalen Handel, Systeme für die Verkehrssteuerung oder Anwendungen für das Gesundheitswesen realisiert werden. Ausdrückliches Ziel ist es, statt geschlossener Insellösungen ein plattformbasiertes und ganzheitliches Smart-City-Ökosystem zu schaffen.

Autor: Manfred Klein

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