Ungenutzte Datenbestände

Zu spät erkannte Geschäftschancen sind teuer

Mehr als die Hälfte aller deutschen, französischen und britischen Unternehmen verliert Umsatz aufgrund zu spät erkannter Geschäfts-Chancen. Den Firmen entgehen laut einer aktuellen Studie bis zu 28 Millionen Euro pro Jahr.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "European Big Data – Big Failure“, die der Speicherspezialist PureStorage im Dezember veröffentlichte. Demnach glauben 78 Prozent der europäischen Firmen, dass sie ihre Leistung durch einen schnelleren Zugriff auf relevante Informationen um mindestens 21 Prozent steigern könnten. Gleichzeitig verpassen aber knapp ein Drittel (31 Prozent) mehr als einmal pro Jahr eine Geschäftschance, bei 19 Prozent ist das sogar mehrmals pro Woche der Fall. Laut der Studie entgehen Firmen mit bis zu 700 Millionen Euro Einnahmen pro Jahr rund drei Millionen Euro an Umsatz. Bei großen Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Euro Ertrag wächst die Summe sogar auf 28 Millionen Euro.

Diverse Fallstricke

72 Prozent der Firmen sammeln Daten, verwerten diese aber nicht. Rund die Hälfte begründet das mit zu hohem Zeitaufwand, ein Fünftel (19 Prozent) mit zu hohen Kosten. Ein weiteres großes Hindernis ist die ausufernde Bürokratie, wie 56 Prozent der befragten Unternehmen angaben. Für jede zehnte Firma sind Datenschutzbedenken ein Hindernis bei der internen Verbreitung von Informationen. Für die Hälfte der deutschen Unternehmen ist zudem der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ein Wachstumshindernis. "Die Verarbeitung gespeicherter Daten ist nicht mehr allein Sache des CIO – nur wenn daraus unternehmensweit Erkenntnisse abgeleitet werden können, lässt sich der Wettbewerb abhängen“, verdeutlicht James Petter, VicePresident EMEA von Pure Storage.
Autor: Martin Hensel

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