Promotionsstellen

DATEV fördert auch 2018 Forschungsvorhaben im Software Campus

DATEV bietet im Rahmen einer Kooperation mit dem „Software Campus" interessante Promotionsstellen (sowie Masterarbeiten) an. Bewerber können sich bis zum 23. März 2018 registrieren und gemeinsam mit den Top-Unternehmen und Forschungseinrichtungen Deutschlands ein Forschungsthema bearbeiten.

Der Software Campus wurde von der Bundesregierung zusammen mit Wirtschaft und Wissenschaft ins Leben gerufen, um Nachwuchstalente zu fördern. Der Software Campus bildet künftige IT-Führungskräfte aus und bietet jungen IT-Experten hochinteressante Karriereperspektiven in Deutschland. Die Doktoranden des Software Campus haben nicht nur die Gelegenheit, ein Forschungsthema mit den innovativsten Unternehmen und besten Informatik-Forschungseinrichtungen Deutschlands voranzutreiben, sondern erhalten auch Trainings der Industriepartner, um das eigene Profil optimal für eine weitere Karriere zu stärken. Insgesamt 20 Partner aus Industrie und Forschung arbeiten gemeinsam in diesem Forschungsprogramm, so auch DATEV als Innovationstreiber für Software für Unternehmen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. So wird insbesondere die Digitalisierung der Geschäftsprozesse maßgeblich durch Software von DATEV getrieben. DATEV sieht es deshalb als Verpflichtung und eigenen Anspruch diesen Wandel der Industrie gemeinsam mit Partnern zu gestalten und so zur digitalen Transformation der deutschen Wirtschaft beizutragen.

Mögliche Forschungsthemen

Forschungsthemen können durch die Bewerber (idealerweise auf Basis der vordefinierten Themenfelder) vorgeschlagen werden bzw. werden im weiteren Bewerbungsprozess gemeinsam erarbeitet. Grundsätzlich sind insbesondere die Forschungsgebiete Data Science und Web Engineering relevant. Aus Sicht von DATEV sind folgende Themen besonders lohnenswert, alternative Forschungsvorhaben können vorgeschlagen werden. Auf Anfrage können wir über den unten angegebenen Kontakt mögliche Forschungsfragen zur Verfügung stellen.

1. (Process) Automatisation

(Stream-based) Machine Learning, DeepLearning, etc.

DATEV verfügt über vielfältige Datensätze und Eingangsquellen für Kunden und Partner -im Sinne einer „Datendrehscheibe"- sowie über vielfältige, datenverarbeitende Anwendungen. Diese sollen zukünftig verstärkt analysiert und die Verarbeitung automatisiert werden.

2. Big Data Integration & Analytics

(Ad-hoc) Datenintegration, interaktive Analysen, etc.

DATEV speichert und analysiert die Daten von ca. 2,6 Mio. Unternehmen. Aber nicht alle Datensätze dürfen vorbereitend integriert werden, sondern bedürfen einer (zukünftig ad-hoc) Freigabe. Darüber hinaus sollen öffentliche oder dezentrale, freigegebene Daten integriert werden (Linked Open Data, Enterprise Data), um übergreifende Analyse zu ermöglichen.

3. Information Extraction& Processing

(Online) Dokument-Analyse, Event Processing, etc.

DATEV verfügt über vielfältige Datensätze und Eingangsquellen für Kunden und Partner. Viele Dokumente, wie Gesetze liegen in unstrukturierter Form vor und/oder enthalten semi- und unstrukturierte Informationen (z.B. Rechnungen), welche für die effiziente, weitere Verarbeitung extrahiert, analysiert und interlinkt werden müssen.

4. Data Governance/ Security

Datenschutz von sensiblen Daten, Anonymisierung, etc.

Viele der durch DATEV gespeicherten Daten enthalten sensible Informationen (unternehmenskritische Daten von mehr als 2,6 Mio. Unternehmen). Eine Freigabe entsprechender Ausschnitte, Aggregationen oder Abstraktionen für Analysen ist (nach vorheriger Zustimmung des Dateneigentümers) sinnvoll, um weiterführende Big-Data-Szenarien zu ermöglichen. Dies muss jedoch in einer Form geschehen, dass die genutzten Daten der Unternehmen/Privatpersonen keine Rückschlüsse auf einzelne Akteure ermöglichen.

5. Digitales Ökosystem

Partnering, Architekturen, Prozesse, etc.

Im DATEV-Ökosystem können Informationen/Wissen über verschiedenste Zugriffsmöglichkeiten abgefragt und in Prozesse integriert werden. Naturgemäß sind in einem Netzwerk von internen und externen Services die Analysen, die Planbarkeit, die implizit erstellten Prozesse undurchsichtiger. Daraus leitet sich ein Bedarf für weiterführendes Management der Entwicklungsprozesse, Architekturen, Tests, Prozesse, Kosten u.v.m. ab.

6. Question Answering und Chatbots

Wissensorganisation und Interaktion

Wissensbasierte Systeme sind von zentraler Bedeutung im betriebswirtschaftlichen Umfeld. Eine Interaktion mit diesen verlangt allerdings bisher häufig von Nutzern entsprechendes Expertenwissen, welches teilweise schwer zu erlernen bzw. nur mit hohem Aufwand betreibbar waren.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Bewerben Sie sich ab dem 9. Februar und bis zum 23. März 2018 über die offizielle Website des Software Campus ( www.softwarecampus.de/bewerbung ). Eine genaue Themenbestimmung erfolgt gemeinsam zwischen Bewerber, Forschungspartner sowie Industriepartner im Laufe des Bewerbungsprozesses.

Für eine weitere Kontaktaufnahme steht Ihnen Dr. Andreas Both (Head of Architecture, Web Technology and IT Research der DATEV eG) unter andreas.both@datev.de zur Verfügung (Deutsch oder Englisch).