Pressemeldung

Steuerberater sollten zügig die SEPA-Umstellung starten

DATEV unterstützt mit umfangreichem Angebot auch bei Mandantenberatung

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Foto: DATEV eG

Nürnberg, 22. August 2013: Nach der erneuten Warnung der Bundesbank vor Liquiditätsproblemen bei Unternehmen und Vereinen durch eine zu späte Umstellung auf die neuen SEPA-(Single Euro Payments Area-)Regeln, ruft die DATEV eG die steuerberatenden Berufe auf, nun zügig tätig zu werden.

"Steuerberater sollten sich jetzt dringend mit den neuen Regeln des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums befassen, die eigene Kanzlei auf die SEPA-Umstellung vorbereiten und ihre Mandanten aktiv auf das Thema ansprechen", fordert Eckhard Schwarzer, Vorstandsmitglied der DATEV eG. "Nur so lässt sich hoffentlich vermeiden, dass es zum Jahreswechsel überall zu Kapazitätsengpässen und erheblichem Zeitdruck kommt." In jedem Fall unterstützt die DATEV insbesondere ihre Mitglieder mit einem umfangreichen Angebot an Fachinformationen, Schulungen, einer Hotline und einem SEPA-Check bei der Umstellung der eigenen Kanzlei und der Mandanten.

Um in der Kanzlei das notwendige SEPA-Know-how aufzubauen, ist es sinnvoll, als erstes die eigenen Prozesse in der Kanzlei an die neuen Regeln anzupassen. Die DATEV bietet über die zentrale Internet-Plattform www.datev.de/sepa den Zugriff auf alle relevanten Informationen zur Vorbereitung und Durchführung der SEPA-Umstellung. Zum Beispiel gibt es dort ein kurzes erklärendes Video, eine detaillierte Checkliste zur SEPA-Umstellung sowie Links zu Seminaren, Fachliteratur und Informationen in der DATEV-Info-Datenbank. Außerdem beantworten DATEV-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über eine spezielle Hotline Fragen zu SEPA. Mit dem "SEPA-Check" können sich Steuerberater zudem online beraten lassen. Dabei wird ermittelt, welche Zahlungsströme es in der Kanzlei gibt, welche Anforderungen dafür im SEPA-Verfahren bestehen, wie die Umstellung der Bankverbindungs-Daten organisiert und qualitativ abgesichert wird und welche internen Prozesse angepasst werden müssen. Diese Beratung dauert ein bis zwei Stunden.

Die Umwandlung von Kontonummer und Bankleitzahl in IBAN und BIC lässt sich mit Hilfe der DATEV-Programme bewerkstelligen. Auch SEPA-Überweisungen können darüber ausgeführt werden. Im Herbst folgen weitere SEPA-Lösungen der DATEV, um auch den Lastschriftverkehr umzustellen. "Bis dahin sollten in der Kanzlei auf jeden Fall alle organisatorischen Vorbereitungen abgeschlossen sein", erläutert Schwarzer. Denn diese seien zum Teil recht zeitaufwändig und würden vielfach unterschätzt.

Mandanten auf Handlungsbedarf hinweisen

Wenn die eigene Kanzlei fit für SEPA ist, sind Steuerberater bestens vorbereitet, ihren Mandanten einen Teil von deren Umstellungsaufwand abzunehmen. Da Steuerberater in der Regel die Zahlungsströme des jeweiligen Unternehmens und die entsprechenden Prozesse zur Zahlungsabwicklung kennen, können sie die entscheidenden Hinweise geben, wo Handlungsbedarf bei der Umstellung auf SEPA besteht und wie dieser abgearbeitet werden muss. Zur Unterstützung dieser Beratung bietet DATEV den SEPA-Check auch für Unternehmen an. Er kann Ausgangspunkt für weitere Beratungsleistungen der Kanzlei sein. Für die entsprechende Ansprache der Mandanten werden verschiedene Medien und Mustervorlagen angeboten. Wichtig ist zudem in jedem Fall der Dialog mit den beteiligten Banken, um Transparenz über jeweils geltende Vorlauffristen, Inkassovereinbarungen und gegebenenfalls anfallende Gebühren zu erlangen.

Zum Hintergrund der Warnung der Bundesbank: Rund 250 Tage vor der SEPA-Umstellung haben erst knapp 20 Prozent der Unternehmen und etwas mehr als 25 Prozent der Vereine in Deutschland mit den Vorbereitungen auf die neuen Regeln des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (Single Euro PaymentsArea - SEPA) begonnen. Bis Mitte August wurden bei der Bundesbank erst etwas mehr als 712.000 der für Lastschriften nötigen Gläubiger-IDs (Identifikationsnummer) beantragt. Betroffen von der Umstellung sind aber alle der 3,6 Millionen Unternehmen und 580.000 Vereine in Deutschland.