Pressemeldung

DATEV-Software nun mit integrierter ZUGFeRD-Lösung

Neuer Standard zum Arbeiten mit elektronischen Rechnungen

Nürnberg, 30. Oktober 2014: Seit Oktober 2014 stellt der Nürnberger IT-Dienstleister DATEV eG seinen Kunden verschiedene Anwendungen mit integrierter Verarbeitung von ZUGFeRD-Rechnungen zur Verfügung. Dazu gehören die Programme DATEV Unternehmen online, DATEV DMS classic und die digitale Dokumentenablage der Softwarelösungen DATEV Mittelstand pro. Anwender bekommen mit dieser Neuerung die Möglichkeit, elektronische Rechnungen im neuen ZUGFeRD-Format (Zentraler User Guide Forum elektronischer Rechnung Deutschland) zu verarbeiten. So werden relevante Inhalte der Rechnungsdaten automatisch ausgelesen und für die Finanzbuchführung, für die Zahlung und für die Archivierung von Belegen weiterverwendet (z. B. Geschäftspartnername, Rechnungsnummer, Datum, Betrag, IBAN).

"Durch die Integration der ZUGFeRD-Verarbeitung in DATEV-Software profitieren kleine und mittelständische Unternehmen sowie Kanzleien nun noch mehr von den Vorteilen der elektronischen Rechnung", erklärt Georg Bögerl von der DATEV. "Die Rechnungsdaten werden im ZUGFeRD-Format in strukturierter Form an den Rechnungsempfänger übermittelt. Dadurch können sie automatisch in andere Softwareprogramme übernommen und entsprechend weiterbearbeitet werden." Der elektronische Rechnungsversand spare Unternehmen somit nicht nur Geld und Zeit, weil auf Druck-, Porto- und Versandkosten verzichtet werden könne. Auch die mit dem Rechnungsempfang verbundenen Prozesse seien deutlich einfacher zu gestalten und weniger fehleranfällig, so Bögerl, der den Nürnberger IT-Dienstleister im Forum elektronische Rechnung Deutschland vertritt, das ZUGFeRD entwickelt hat.

Nachdem DATEV-Kunden nun elektronische Rechnungen im ZUGFeRD-Format verarbeiten können, werden den Anwendern von DATEV Auftragswesen online und DATEV Mittelstand Faktura dann in einem zweiten Schritt im kommenden Jahr die Programmerweiterungen zur Erstellung von ZUGFeRD-Rechnungen zur Verfügung gestellt.

ZUGFeRD als nationaler Standard

Im Sommer dieses Jahres haben die Bundesministerien für Inneres sowie für Wirtschaft und Energie und der BITKOM das neue Standardformat ZUGFeRD für elektronische Rechnungen festgelegt. Es handelt sich dabei um eine pdf-Datei, in die ein Anhang mit strukturierten Rechnungsdaten eingebettet ist. Der Standard legt fest, wie die Informationen in einer elektronischen Rechnung gespeichert werden, damit Zahlungsverkehr- oder Buchführungsprogramme diese auslesen und übernehmen können. Bezüglich der Rechtssicherheit ist die elektronische Rechnung der Papierrechnung gleichgestellt, sagt Georg Bögerl: "Eine Rechnung, die inhaltlich korrekt ist und nach dem ZUGFeRD-Standard erstellt wurde, ist eine rechtsgültige Rechnung". Auch die EU-Kommission plant eine einheitliche europäische Vorgabe für die vollautomatische Verarbeitung von elektronischen Rechnungen. Mit dem ZUGFeRD-Format hat sich bereits ein nationaler Standard in Deutschland etabliert.