Pressemeldung

DATEV-Weihnachtsspende über 132.500 EUR

Unterstützung für zwölf soziale Einrichtungen aus acht Bundesländern

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Die Empfänger der DATEV Weihnachtsspende 2013. Quelle: DATEV

Nürnberg, 9. Januar 2014: Die diesjährige Weihnachtsspende der DATEV eG kommt kranken und behinderten Kindern und Jugendlichen aus acht Bundesländern zugute. Mit insgesamt 132.500 Euro unterstützt der IT-Dienstleister Projekte von zwölf sozialen Einrichtungen zur Verbesserung der Betreuungs- und Therapiemöglichkeiten. Viele Spendenempfänger wurden von Genossenschaftsmitgliedern vorgeschlagen und stammen nach der Höhe der Zuwendung aus den Städten Düsseldorf, Fürth, Schmalkalden, Köln, Greifswald, Tübingen, Berlin, Passau, Oschersleben, Belm und Viersen. Bereits seit 1990 verzichtet die DATEV auf Grußkarten und kleine Aufmerksamkeiten zu Weihnachten zugunsten ihrer Weihnachtsspendenaktion. Anlässlich der heutigen Spendenübergabe an die Repräsentanten der Trägerinstitutionen sagte der Vorstandsvorsitzende der Nürnberger Genossenschaft, Prof. Dieter Kempf: "Unsere Spende soll insbesondere solche Projekte fördern, die den betroffenen Kindern und Jugendlichen eine Hilfe zur Selbsthilfe bieten."

In diesem Jahr erhalten folgende Einrichtungen eine Spende:

Der Förderverein Kinderhospiz Regenbogenland e.V. aus Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen setzt den Spendenbetrag von 21.000 Euro zur Erneuerung der Möbel in sieben Kinderzimmern ein. Daneben sollen Verdunkelungsrollos, eine neue Beleuchtung sowie Dekorationsartikel angeschafft werden.

Die Kinderarche gGmbH in Fürth in Bayern erhält 20.500 Euro für die Ausstattung von vier behindertengerechten Multifunktionsräumen. Sie sollen insbesondere von der Berufshilfe Fürth und der therapeutischen Intensivgruppe der Kinderarche genutzt werden. Etwa 55 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen im Alter von 4 bis 17 Jahren werden künftig an den neuen Tischen und Stühlen mit Laptops sowie mit Whiteboards und Beamern arbeiten.

Die Stiftung Blindeninstitut Thüringen in Erfurt und Schmalkalden, Thüringen, wird mit 20.000 Euro unterstützt. Die neuen optischen und elektronischen Hilfsmittel werden von sehbehinderten Kindern genutzt, um Bilder zu vergrößern oder den Sehabstand zu verringern. Aktuell werden von der Einrichtung 120 sehbehinderte oder blinde Kinder im Alter bis sechs Jahre von zehn Frühförderinnen in ganz Thüringen betreut.

Dem Autismus TherapieZentrum Köln/Bonn e.V. in Nordrhein-Westfalen fließen 14.000 Euro zu. Damit wird die Videoausrüstung der Einrichtung ergänzt, mit der betroffene Kinder und Jugendliche bei ihren täglichen Aufgaben gefilmt werden. So kann später deren Verhaltensweise analysiert und richtig therapiert werden. Davon profitieren etwa 140 Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahre.

Der Förderverein zur Unterstützung neurologisch und stoffwechselkranker Kinder FUN e.V. in Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern, wird für 11.500 Euro einen Vibrationstrainer anschaffen. Die Patienten, die ohne Hilfe nicht stehen können, legen sich auf den Spezial-Tisch, der stufenlos bis zum Stand aufgerichtet werden kann. Die Therapie verbessert den Muskelstatus in Beinen und Rumpf sowie die Durchblutung der betroffenen Körperpartien. Dadurch werden die Kinder und Jugendlichen unterstützt, selbstständig zu stehen und zu gehen.

Dem Förderverein "Greif von Ueckermünde" e.V., ebenfalls in Greifswald, spendet die DATEV 11.000 Euro für den barrierefreien Ausbau von sechs Kojen auf dem gleichnamigen Segelschulschiff. Damit können auch sehbehinderte und körperlich sowie geistig leicht beeinträchtigte Teilnehmer an den Segeltörns des "Greif von Ueckermünde" teilnehmen. Zusätzlich soll aus den Mitteln ein Stromgenerator angeschafft werden. Pro Segelsaison nehmen etwa 300 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 10 bis 27 Jahren an Freizeitangeboten des Schulschiffs teil.

Der Elterninitiative Herzkranker Kinder ELHKE e.V. in Tübingen, Baden-Württemberg, werden 11.000 Euro für den Kauf einer digitalen Videoaufsteckkamera gespendet. Das Gerät wird zur Diagnostik und für therapeutische Eingriffe bei Fehlbildungen der Luftröhre, der Bronchien und des Lungengefäßsystems sowie bei postoperativen Intensivbehandlungen benötigt. Etwa jedes 100. Kind wird in Deutschland mit einem Herzfehler geboren, das sind ca. 6.000 Kinder pro Jahr. Insgesamt leben in der Bundesrepublik schätzungsweise je 120.000 Kinder und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler.

Die MitDabei gGmbH in Berlin setzt eine Spende über 7.500 Euro zur Ausstattung eines Therapieraumes ein. Der Raum wird künftig von sieben Wohngruppen à sechs bis neun Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, Gewalterfahrungen sowie Verhaltens- und psychischen Störungen genutzt.

5.000 Euro dienen der Kirschner-Stiftung Passau in Bayern für den Aufbau einer mobilen digitalen Schülerbibliothek. Angeschafft werden fünfzehn E-Book-Reader sowie fünf spezielle Reader mit Vorlesefunktion für das Caritas-Förderzentrum Passau. 125 Kinder und Jugendliche mit körperlichen Behinderungen werden die mobile digitale Schülerbibliothek nutzen können.

Der Verein Schmetterling e.V. in Oschersleben, Sachsen-Anhalt, finanziert mit 5.000 Euro ein Fachwerkhaus im Außenbereich der Kindertagesstätte Tausendfühler. Das Nebengebäude wird in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Tischler errichtet. Darin können Kinder mit seelischer Behinderung selbständig Dinge bauen, tüfteln und eigene Ideen umsetzen.

"Auf'm Hof" - Sozialtherapeutische Gemeinschaft e.V. in Belm, Niedersachsen, will mit der Spende über 4.000 Euro eine Webstube im eigenen Café einrichten. Zwischen Webstühlen, Spinnrädern, Wolle und Fäden können die Gäste Kaffee trinken, Kuchen essen, Säfte trinken. Die Einrichtung ist Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für 18 traumatisierte junge Menschen, die hier arbeiten sowie Unterstützung in Schul- und Berufsausbildung erfahren.

Die Lebenshilfe Viersen e.V. in Nordrhein-Westfalen will für 2.000 Euro acht GPS-Geräte anschaffen. Im Rahmen des Projektes "Die Natur Entdecker" gehen Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap gemeinsam zum Geocaching. Die Acht- bis Vierzehnjährigen erleben dabei Gemeinschaft und finden Zugang zur Natur.

Kontakt

DATEV eG

Till Stüve, Telefon +49 911 319-6798, till.stueve@datev.de