DATEV Mail-Radar macht die Spam-Gefahr sichtbar

Ergänzung des Spam-Schutzes in der Sicherheitsdienstleistung DATEVnet

Nürnberg, 24. Februar 2015: Mit einer neuen Funktion macht DATEV die Anwender der Sicherheitsdienstleistung DATEVnet nun noch gezielter auf die Gefahren aufmerksam, die von Spam-Mails ausgehen. Das DATEV Mail-Radar verpackt potenziell gefährliche Spam-Mails quasi in einen sicheren Umschlag und versieht sie mit einem deutlich sichtbaren Warnhinweis, bevor sie dem Anwender zugestellt werden. Nötig ist dieses Vorgehen aus Sicht der DATEV, weil viele Anwender die wirkungsvollen Spam-Filter-Funktionen nicht nutzen.

Spam ist längst nicht mehr nur lästiger Werbemüll, sondern durchaus als gefährlich einzustufen. Er enthält sehr häufig Links auf infektiöse oder bösartige Internetseiten. Häufig kommen solche Mails unter seriösem Deckmantel daher, beispielsweise getarnt als Vertragsinformationen renommierter Unternehmen oder als Aufforderung zur Verifizierung von Accounts jeglicher Art. Äußerlich kaum vom Original zu unterscheiden, animieren sie zum Anklicken weiterer Informationen. Das Problem: Selbst wenn der E-Mail-Provider das Gefahrenpotenzial erkennt, darf er diese Nachrichten nicht einfach löschen. Sofern der Anwender nicht selbst den Spamfilter aktiviert und damit einer Abwehr der Spam-Mails zustimmt, ist der Anbieter verpflichtet, die Nachrichten zuzustellen. Das geltende Recht schützt hier in gewisser Weise die Interessen der Angreifer.

Hinweismail schärft Gefahrenbewusstsein

An dieser Stelle setzt nun das DATEV Mail-Radar an. Es verpackt identifizierte Spam-Mails in neue, ungefährliche, standardisierte Hinweismails. Die ursprüngliche Nachricht ist im Anhang der neuen E-Mail enthalten. Damit hat DATEV einen Weg gefunden, der gesetzlichen Zustellpflicht nachzukommen und trotzdem dafür zu sorgen, dass der Nutzer hinreichend gewarnt ist und nicht unbedarft potenziell gefährliche Anhänge oder Links anklickt. Eine E-Mail, die aus Sicht des Anwenders fälschlicherweise als Spam deklariert wurde, lässt sich per Klick auf den Anhang selbstverständlich völlig unproblematisch öffnen. Trotz der neuen automatisierten Warnfunktion empfiehlt die DATEV ihren Anwendern generell, den zentralen Spam-Schutz im DATEVnet zu aktivieren. Auf diese Weise gelangen die Spam-Mails gar nicht erst ins Postfach - in jedem Fall die sicherste Alternative.

Mit dem Mail-Radar ergänzt DATEV die umfassenden Sicherheitsfunktionen von DATEVnet. Eine zentrale Sicherheitszone bei DATEV schützt die Anwender bestmöglich vor Viren, Trojanern oder Phishing-Versuchen. Das mehrstufige Sicherheitssystem bietet auch bei neu auftretenden Schädlingen schnellen Schutz. Aufgrund der zunehmenden Aggressivität der Malware steigt aber trotz derartiger Vorkehrungen die Wahrscheinlichkeit einer Infektion kontinuierlich. Umso wichtiger werden Nachsorge und schnelle Reaktion. Gelingt es einem bisher unbekannten bösartigen Code, durch das Netz zu schlüpfen, sorgt das Reverse-Scan-Verfahren für seine umgehende Enttarnung. Die Verbreitung von Schadcode durch präparierte Web-Inhalte hilft das Web-Radar einzudämmen. Ein Informationssystem aktualisiert dafür permanent die Liste der bekannten mit Viren oder Trojanern verseuchten Seiten. Der Zugriff darauf wird bei DATEV zentral geblockt.

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DATEV eG

Benedikt Leder

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