Steuerberater genießen hohes Ansehen bei Unternehmen

Ergebnisse einer repräsentativen Befragung bei Steuerberatern und Mandanten

Nürnberg, 1. Juli 2016: Steuerberater genießen bei ihren Mandanten weiterhin ein hohes Ansehen. Den Beratern bleiben ihre Unternehmenskunden außerdem langfristig treu. Beide stehen in regelmäßigem Kontakt und pflegen eine stark von gegenseitigem Vertrauen geprägte Geschäftsbeziehung. Dies sind die Kernaussagen der jüngsten Image-Analyse, die regelmäßig im Auftrag der DATEV eG durch-geführt wird. Zu den Befragten gehören neben etwa 600 Kanzleien und weiteren Zielgruppen auch rund 500 kleine und mittelständische Unternehmen. Die Mandanten stellen den Steuerberatern damit in wesentlichen Bereichen ein sehr gutes Zeugnis aus. Dies ist eine gute Ausgangsposition für den Berufsstand, um zusammen mit seinen Mandanten neuen Herausforderungen auch in Zukunft erfolgreich begegnen zu können. „Allerdings müssen die Steuerberater wissen: Die durch die digitale Transformation verursachten Änderungen berühren in vielen Punkten kaufmännische Prozesse und somit unmittelbar das Tätigkeitsfeld der Kanzleien – somit auch die Ansprüche und Anforderungen der Mandanten“, mahnt Eckhard Schwarzer, Vorstand Service und Vertrieb und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DATEV eG.

Treue und Vertrauen

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Gesamtzufriedenheit mit dem Steuerberater im Zeitverlauf. Quelle: DATEV eG

Unternehmen sind ihren Steuerberatern besonders treu. Dies drückt sich einerseits in der sehr langen Dauer der individuellen Geschäftsbeziehungen aus: 67 Prozent der Unternehmen arbeiten bereits seit mehr als zehn Jahren mit ihrem Steuerberater zusammen, weitere 19 Prozent seit fünf bis neun Jahren. Dazu kommt eine offensichtlich hohe Intensität der Zusammenarbeit: 33 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie wöchentlich mindestens einmal Kontakt zum Steuerberater haben, bei weiteren 25 Prozent findet der Austausch mit dem Steuerberater 2-3 Mal im Monat statt.

Zum anderen ergeben die Befragungen regelmäßig hohe positive Werte bei den Faktoren Vertrauen und Kompetenz. Dies findet seinen Niederschlag in einer Gesamtzufriedenheitsnote von 1,7. Dieser Wert liegt in einer langen Reihe von Befragungsergebnissen, die kaum Schwankungen aufweist. Diese Zufriedenheit, gekoppelt mit weiteren Befragungsergebnissen geht in drei verschiedene Treuemotive ein: Verbundenheit, Zweckbindung und Gebundenheit.

Klar hervorzuheben ist das Ergebnis des Treuemotivs der Verbundenheit: Hier fließen die Aussagen zur Gesamtzufriedenheit, zum Ruf des Steuerberaters am Markt, zum Vertrauen in den Steuerberater sowie über die Motivation, die Geschäftsbeziehung zu erhalten, ein. Es beruht vor allem auf dem aktiven Wunsch nach einer Zusammenarbeit und stellt somit das Bindungsmotiv mit der höchsten Wirkungskraft dar. Deutlich niedriger ist diese Bindungskraft bei den beiden anderen Treuemotiven. Daher ist die Ausprägung von 80 Prozent ein besonders erfreulich hoher Wert, der auf eine nachhaltige, positive Zusammenarbeit schließen lässt.

Imagefaktoren

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Eine Reihe von Faktoren prägen das Steuerberater-Image. Quelle: DATEV eG

Die Bewertungen der Unternehmen zu Faktoren der Zusammenarbeit mit ihrem Berater sind generell hervorragend: Die Noten für Themen wie Erreichbarkeit, Zuverlässigkeit, aktuelles Wissen, Qualifizierung und Datenschutzstandards liegen alle zwischen 1,4 und 1,6. Die Steuerberater werden für ihren Einsatz für die Belange des Unternehmens (1,5) und für die transparente Informationspolitik (1,9) gelobt. Ein positives Urteil fällen die Unternehmen auch über die Orientierung an ihren Bedürfnissen (1,9), über die Flexibilität und die kundenindividuellen Lösungsvorschläge (2,0) sowie über das Verständnis des Unternehmens (2,0).

Auch das Preisimage ist gut. Die Werte Preis-/Leistungsverhältnis, Transparenz und faire Preisstruktur rangieren zwischen 1,9 und 2,1. Dass nur tatsächlich beanspruchte Leistungen abgerechnet werden, honorieren die Unternehmen mit der Note 1,4. Man zahlt also aus Sicht der Unternehmen nur Leistungen, welche man tatsächlich auch nutzt. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt bei all diesen Kriterien wenig Veränderung, die Werte sind sehr stabil.

Zur Studie

Die Befragung erfolgte durch computergestützte Telefoninterviews (CATI). Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 2. September und dem 22. Dezember 2015. Durchgeführt wurde die Analyse durch das Marktforschungsunternehmen Vocatus. Die Befragungsteilnehmer aus den Unternehmen stammen in der Regel aus dem Rechnungswesen, der Buchhaltung oder der oberen Führungsebene, die mit einem Steuerberater zusammenarbeiten und an der Entscheidung hinsichtlich Einsatz, Anschaffung und Wechsel betriebswirtschaftlicher Software mitwirken.

Pressekontakt

DATEV eG

Till Stüve

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