Steuerberater blicken mit Optimismus nach vorne

Aktuelle Lage mit leichtem Rückgang, Erwartungsindex steigt im dritten Tertial

DATEV Branchenbarometer Dezember 2017
Der DATEV-Branchenbarometer für die Steuerberaterbranche im Dezember 2017 (Quelle: DATEV eG)

Nürnberg, 14. Dezember 2017: Auf hohem Niveau leicht abgekühlt – so zeigt sich das Geschäftsklima der Steuerberater im dritten Tertial. Der Gesamtwert des „DATEV-Branchenbarometers für Steuerberater" erreicht einen Wert von 123,9 und liegt damit um 0,8 Punkte unter dem Ergebnis des zweiten Tertials. Die rückläufige Entwicklung resultiert aus dem Teilindex zur Lageeinschätzung. Mit 1,9 Punkten ist dessen Wert leicht gefallen, bleibt aber mit 134,1 Punkten weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Maßgeblich für den Rückgang sind die kleinen Kanzleien bis 4 Mitarbeiter. Vor allem bei der Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr, aber auch bei der aktuellen Geschäftslage, zeigten sie sich deutlich verhaltener als im vorigen Tertial, was dann auch das Gesamtergebnis drückt. Der Teilindex Erwartung konnte dagegen sogar zulegen und erreicht mit einem Wert von 115,1 (+0,6) sein Allzeit-Hoch.

„Die wirtschaftliche Selbsteinschätzung der Kanzleien bleibt trotz einer leichten Abkühlung nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Ein zusätzliches Plus bei den Erwartungen zeugt von Optimismus", fasst Dr. Lars Meyer-Pries, Mitglied der Geschäftsleitung der DATEV eG, die Ergebnisse der dritten Welle des DATEV-Branchenbarometers für Steuerberater zusammen.

Das Geschäftsklima der Steuerberaterbranche wird aus den zwei Teilindizes zur aktuellen Geschäftslage und zu den Geschäftsaussichten ermittelt. Das DATEV-Branchenbarometer umfasst dabei eine Skala von 0-200 und wird analog zur Methode des ifo-Instituts berechnet, wobei 100 den Mittelwert für ein neutrales Geschäftsklima definiert. Die repräsentative Untersuchung wird von der DATEV beauftragt und gemeinsam mit den Marktforschern der GfK SE durchgeführt.

Kleine Kanzleien aktuell am meisten gefordert

Insgesamt schätzen die Steuerberater in Deutschland trotz der erwähnten Einbußen ihre aktuelle geschäftliche Lage mit einem Wert von 134,1 nach wie vor sehr positiv ein (zweites Tertial: 136,0). Mittleren Kanzleien (5 bis 13 Mitarbeiter) geht es dabei am besten: Bei ihnen stieg der Wert sogar an (138,8; +1,6). Während sich die Lage bei den größeren Kanzleien nahezu konstant zeigt (143,2; -0,4), ist die Abwärtsbewegung bei den kleinen Kanzleien spürbar: Mit einem Wert von 125,7 schätzten sie ihre aktuelle Situation um 5,7 Punkte schlechter ein als noch im 2. Tertial.

Die Erwartungen für das zukünftige Geschäft der Steuerberaterbranche haben sich dagegen über alle Kanzleigrößen hinweg leicht verbessert und erreichen ein Allzeit-Hoch. Hier waren es die kleinen Kanzleien, die in der Betrachtung nach Kanzleigrößen mit 0,8 (auf 113,8) den größten Zuwachs beisteuerten. Mittlere Kanzleien kamen auf einen Wert von 115,8 (+0,5), größere Kanzleien mit mehr als 14 Mitarbeitern liegen bei 116,4 (+0,4).