Steuerberater blicken optimistisch in die Zukunft

Ergebnisse des aktuellen DATEV-Branchenmonitors vorgestellt

Nürnberg, 13. Juli 2018: Das Geschäftsklima unter Steuerberatern entwickelt sich auch 2018 weiterhin positiv. Das zeigt die neueste Ausgabe des gemeinsam mit der GfK erhobenen „DATEV-Branchenmonitors für Steuerberater". Der in diesem Rahmen ebenfalls erstellte DATEV-Digitalisierungsindex zeigt, dass der digitale Wandel weiterhin ein wichtiges Thema für die gesamte Branche ist. Zwar haben viele Kanzleien bereits Digitalisierungsstrategien in Planung, doch ein Indexwert von 99,3 bei 200 möglichen Punkten zeugt davon, dass es in der Umsetzung noch ungenutzte Potenziale gibt. „Erfreulich ist die Tatsache, dass viele – auch kleinere – Kanzleien offenbar schon Planungsszenarien für die Zukunft haben, insbesondere beim Ausbau ihres Portfolios hinsichtlich datenbasierter Dienste", so Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der DATEV eG. „Die Ergebnisse belegen, dass in der Branche die Notwendigkeit erkannt und akzeptiert ist, sich der Transformation zu stellen. Und ich kann nur empfehlen, die Digitalisierung sofort anzugehen. Jeder Schritt in die digitale Zukunft zählt!" Zusätzliches Gewicht erhält diese Forderung durch den DATEV-Branchenmonitor: Kanzleien mit höherem Digitalisierungsindex schneiden auch beim Geschäftsklima positiver ab.

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Quelle: DATEV eG/GfK

DATEV-Digitalisierungsindex auf mittlerem Niveau

Der gemeinsam mit dem neuen Branchenbarometer veröffentlichte DATEV-Digitalisierungsindex für Steuerberater verdeutlicht, welche große Rolle das Thema mittlerweile in den Kanzleien einnimmt: 80% der Steuerberater erwarten durch den digitalen Wandel starke oder sehr starke Auswirkungen auf ihre tägliche Arbeit. In der strategischen Planung der Kanzleien ist diese Erkenntnis angekommen, davon zeugt der Teilindexwert Strategie mit guten 116,7 Punkten. Bei der tatsächlichen Umsetzung herrscht allerdings noch Nachholbedarf, die Teilindexwerte für Dateninput (84,9 Punkte), Datenoutput (88,6 Punkte) und Prozesse (94,3 Punkte) liegen unterhalb des mittleren Indexwerts und weisen auf klare Defizite in der Digitalisierung der alltäglichen Arbeit hin.

Kanzleien, die weiter in der Umsetzung digitaler Prozesse sind, haben auch einen stärkeren Fokus auf betriebswirtschaftliche Beratung. Zwar bieten sie weiterhin Dienstleistungen rund um die Buchführung an, sparen aber dabei durch digitale Technologien Zeit und Ressourcen. Den so entstandenen Spielraum verwenden sie, um ihren Mandanten verstärkt buchhaltungsnahe Beratungsleistungen anzubieten. Zudem unterstützen solche Technologien die Steuerberater dabei, das Geschäft ihres Mandanten mit datengestützten Methoden noch genauer zu analysieren und so frühzeitig Empfehlungen abzugeben.

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Quelle: DATEV eG/GfK

DATEV-Branchenbarometer weiterhin auf hohem Niveau

Das DATEV-Branchenbarometer für Steuerberater setzt seine positive Entwicklung auch zum Jahresanfang 2018 fort. Mit einem Wert von 126,1 Punkten liegt der Index um 2,2 Punkte über dem Ergebnis des dritten Tertials 2017. Das ist insbesondere auf eine deutlich optimistischere Lageeinschätzung durch die Steuerberater zurückzuführen. Bei der Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere aber auch bei der aktuellen Geschäftslage, zeigten sich die Steuerberatungskanzleien sehr positiv gestimmt. Das Gleiche gilt für die zukünftigen Erwartungen an die Geschäftsentwicklung: In diesem Bereich legte das Branchenbarometer erneut leicht zu und steigt mit einem Wert von 115,9 Punkten (+0,8 Punkte) kontinuierlich weiter.

Zur Methodik

Der von DATEV initiierte und gemeinsam mit den Marktforschern der GfK durchgeführte „DATEV-Branchenmonitor für Steuerberater" ist unterteilt in das DATEV-Branchenbarometer, einen Index für das Geschäftsklima unter Steuerberatern, sowie den DATEV-Digitalisierungsindex. An der Untersuchung haben zwischen dem 12. und 23. März 2018 554 Kanzleien teilgenommen.

Der DATEV-Digitalisierungsindex besteht aus fünf Teilindizes. Im ersten Teilindex geht es um eine Selbsteinschätzung der Steuerberater in Bezug auf die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie in der eigenen Kanzlei, also seine „digitale Affinität". Bei den vier anderen Teilindizes geht es um den ganz konkreten und aktuellen Digitalisierungsstand in vier maßgeblichen Prozesskreisen: im Belegeingang, in den Prozessen, in der Eigenorganisation der Kanzlei und in der Verbreitung datenbasierter Dienstleistungen. Die Teilindizes fließen jeweils zu einem Fünftel in den Gesamtindex ein. Das Ergebnis rangiert in einem Werteberich zwischen 0-200, wobei der Wert 0 für einen minimalen Digitalisierungsgrad steht. Je höher der Wert, desto weiter fortgeschritten ist die Digitalisierung. Der Wert von 200 bedeutet eine nach heutigem Technologiestand sehr weitreichende Digitalisierung der relevanten Prozesskreisläufe.

Analog zur Methode des ifo-Instituts wird das Geschäftsklima im DATEV-Branchenbarometer berechnet und rangiert in einem Wertebereich zwischen 0-200, wobei 100 als Mittelwert ein neutrales Geschäftsklima definiert. Das Branchenbarometer besteht aus zwei Teilindizes, die jeweils die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftsaussichten umfassen.

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DATEV eG

Till Stüve
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