Votum unterstützt digitale Transformation der steuerlichen Berater

Satzungsänderung ermöglicht DATEV neues Angebot zur Mitgliederförderung

Nürnberg, 29. Juni 2018: Die Vertreterversammlung der DATEV hat heute mit einer Zustimmung von 79,36 Prozent beschlossen, die Satzung der Genossenschaft anzupassen und den Bereich des Geschäftsbetriebs mit Nichtmitgliedern zu erweitern. „Die Neuregelung schafft die Voraussetzung, neue Angebote zu entwickeln, die unsere Mitglieder noch besser bei der digitalen Transformation unterstützen. Das hilft uns maßgeblich dabei, unseren Förderauftrag weiter vollumfänglich zu erfüllen und unsere Mitglieder auf Zukunftskurs zu halten", kommentiert der Vorstandsvorsitzende Dr. Robert Mayr das Ergebnis.

Bei einer außerordentlichen Vertreterversammlung im Februar war das Quorum für die Satzungsänderung von 75 Prozent nur sehr knapp nicht erreicht worden. Entsprechend des dennoch weit überwiegenden Mehrheitsvotums hatte der Vorstand die anstehenden Herausforderungen und seine Lösungsvorschläge noch einmal intensiv mit den Genossenschaftsmitgliedern und Gremien diskutiert. „Dadurch konnte die heute beschlossene Satzungsänderung im Sinne der Förderung unserer Mitglieder weiter verbessert werden. Gleichzeitig wird sie von einer noch breiteren Mehrheit getragen. Dies ist ein guter Tag für unsere Genossenschaft und den steuerberatenden Berufsstand", so Mayr weiter.

Online-Plattform für Steuererklärungen geplant

Durch die Neuregelung wird eine Online-Plattform zur Abwicklung von Steuererklärungen für Privatpersonen möglich, die bei Bedarf auch das Expertenwissen der steuerlichen Berater komfortabel anbindet. Weitere Details zum Funktionsumfang sowie zum Starttermin wird die Genossenschaft zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Erstmalig kann DATEV damit eine Lösung anbieten, die für die 13 Millionen Privatpersonen in Deutschland konzipiert ist, die noch nicht von einem steuerlichen Berater vertreten werden. Diese neue Zielgruppe zu adressieren hält der IT-Dienstleister angesichts der unter dem Schlagwort Plattformökonomie um sich greifenden Veränderungen im Sinne seiner Mitglieder für dringend notwendig: „Portale schieben sich zunehmend zwischen Anbieter und Kunden und übernehmen einen nicht unerheblichen Teil der Wertschöpfung", erläutert Mayr. „In jüngerer Zeit etablieren sich unter anderem Portale, die den Prozess der einfachen Steuererklärung automatisieren. Hier bei Bedarf die Expertise eines steuerlichen Beraters komfortabel einzubinden, sehen wir als sehr wichtig an", betont der Vorstandsvorsitzende. Dabei hat DATEV insbesondere die internetaffinen, jüngeren Zielgruppen (Digital Natives) im Fokus, die ab 2020 die Mehrheit der Marktteilnehmer stellen werden.

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