Mit Zuversicht in die Zukunft

Steuerberater blicken optimistisch auf ihr Geschäft

Nürnberg, 19. Juli 2019: Mit großer Zuversicht blicken die Steuerberater auf ihre geschäftliche Entwicklung: Das DATEV Branchenbarometer für Steuerberater wuchs leicht auf 127,1 Punkte. Positiv ist auch der Trend beim DATEV-Digitalisierungsindex: Seit der ersten Erhebung vor zwei Jahren steigt der Index stetig und liegt mit 101,1 Punkten knapp über dem mittleren Wert von 100 Punkten. Beide Indizes wurden von der DATEV und der GfK gemeinsam ermittelt und im DATEV-Branchenmonitor für Steuerberater veröffentlicht.
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DATEV-Digitalisierungsindex steigt kontinuierlich

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Der DATEV-Digitalisierungsindex besteht aus fünf Teilindizes, die stark miteinander korrelieren: Neben dem Teilindex „Strategie“ sind dies noch die eher umsetzungsorientierten Bereiche „Dateninput“, „Prozesse“, „Organisation“ und „Datenoutput“. Interessant ist vor allem die gegenseitige Einflussnahme der vier letztgenannten Indizes. Hier wird deutlich, wie stark die Digitalisierung im Bereich „Dateninput“ die weiteren Teilindizes beeinflusst, insbesondere die „Prozesse“.

„Wir können aus dem Index ablesen, dass die Kanzleien verstärkt ihre Digitalisierungshausaufgaben angehen – und zwar an den Stellen, die auch die größte Hebelwirkung haben: Die Kanzleien investieren bewusst in die Digitalisierung des Dateninputs und der Prozesse“, so Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der DATEV eG zu den Ergebnissen. Viele Kanzleien bauen beispielsweise verstärkt Angebote zur Digitalisierungsberatung ihrer Mandanten auf. So geben 79 Prozent der Kanzleien an, bereits Maßnahmen diesbezüglich ergriffen zu haben. 63 Prozent aller Kanzleien beraten ihre Mandanten bei der Einführung des digitalen Datenaustauschs und fast zwei Drittel der Steuerberatungskanzleien haben einen Mitarbeiter oder IT-Partner, der sich um die Implementierung der Schnittstellen beim Mandanten kümmert. Dennoch kommt nicht einmal ein Fünftel der Daten über eine direkte Schnittstelle in die Kanzlei, was für eine medienbruchfreie Weiterverarbeitung eine wesentliche Voraussetzung wäre. Es zeigt sich, dass bei diesem Thema noch viel Potenzial vorhanden ist.

Als größten Treiber des Digitalisierungsprozesses empfinden 67 Prozent aller Steuerberatungskanzleien die Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit. Aber auch Zeitersparnis und die Optimierung von Abläufen innerhalb der Kanzlei sowie die Steigerung der Effizienz spielen eine entscheidende Rolle.

DATEV-Branchenbarometer verzeichnet Allzeithoch

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Das DATEV-Branchenbarometer für Steuerberater entwickelt sich zum Jahresanfang 2019 weiterhin positiv. Der Wert stieg um 3,3 Punkte auf 127,1 Punkte im Vergleich zu September 2018 und erreicht damit ein neues Allzeithoch. Vor allem bei kleineren und mittleren Kanzleien legt das Barometer zu, während es bei größeren Kanzleien auf dem Niveau der letzten Befragungswelle verbleibt. Dies ist vor allem auf eine optimistischere Lageeinschätzung durch die Steuerberater zurückzuführen. Mit 150,5 Punkten schneidet der Teilindex „Lage“ bei den großen Kanzleien besonders gut ab. Doch auch kleinere und mittlere Steuerberatungskanzleien blicken sehr zuversichtlich auf ihre „Lage“. Der Teilindex „Umsatzentwicklung“ ist gegenüber September 2018 auf vergleichbar hohem Niveau verblieben. Dies gilt auch für die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung der nächsten 12 Monate: Kleine Kanzleien erwarten eine positive Entwicklung (+4,3 Punkte), mittlere Kanzleien sind nahezu unverändert (-0,4 Punkte) und große Kanzleien sind etwas verhaltener (-2,6 Punkte) in ihren Erwartungen. Insgesamt steigt das Branchenbarometer hier um 1,1 Punkte auf 114,9 Punkte.

Zur Methodik

Der von DATEV initiierte und gemeinsam mit den Marktforschern der GfK durchgeführte „DATEV-Branchenmonitor für Steuerberater“ ist unterteilt in das DATEV-Branchenbarometer, einem Index für das Geschäftsklima unter Steuerberatern, sowie den DATEV-Digitalisierungsindex. An der Untersuchung haben zwischen dem 18. und 29. März 2019 643 Kanzleien teilgenommen.

Der DATEV-Digitalisierungsindex besteht aus fünf Teilindizes. Im ersten Teilindex geht es um eine Selbsteinschätzung der Steuerberater in Bezug auf die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie in der eigenen Kanzlei, also seine „digitale Affinität“. Bei den vier anderen Teilindizes geht es um den ganz konkreten und aktuellen Digitalisierungsstand in vier maßgeblichen Prozesskreisen: im Belegeingang, in den Prozessen, in der Eigenorganisation der Kanzlei und in der Verbreitung datenbasierter Dienstleistungen. Die Teilindizes fließen jeweils zu einem Fünftel in den Gesamtindex ein. Das Ergebnis rangiert in einem Wertebereich zwischen 0-200, wobei der Wert 0 für einen minimalen Digitalisierungsgrad steht. Je höher der Wert, desto weiter fortgeschritten ist die Digitalisierung. Der Wert von 200 bedeutet eine nach heutigem Technologiestand sehr weitreichende Digitalisierung der relevanten Prozesskreisläufe.

Analog zur Methode des ifo-Instituts wird das Geschäftsklima im DATEV-Branchenbarometer berechnet und rangiert in einem Wertebereich zwischen 0-200, wobei 100 als Mittelwert ein neutrales Geschäftsklima definiert. Das Branchenbarometer besteht aus zwei Teilindizes, die jeweils die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftsaussichten umfassen.

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