DATEV Weihnachtsspende 2018

Geförderte Projekte und Einrichtungen

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. in Berlin (bundesweit)

Web 2.0 und Beruf: 25.000 €

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband ist eine Selbsthilfevereinigung für Menschen, die von einem Sehverlust betroffen oder bedroht sind. Mit zahlreichen Aktivitäten setzt sich der DBSV für ein selbstbestimmtes Leben der Betroffenen ein. Die facettenreichen Projekte des Vereins richten sich an verschiedene Zielgruppen. Im Fokus stehen unter anderem Projekte für Kinder und Jugendliche. Rund 250 bis 300 Heranwachsende betreut der DBSV jedes Jahr in Kinder- und Jugendprojekten.

Für sehbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche plant der DBSV ein Schulungsangebot, um sie für Social Media fit zu machen und ihnen die Möglichkeit der Jobsuche und Karriereplanung im Web näherzubringen. In drei Wochenendseminaren sollen bestehende Barrieren beseitigt und überregionale Möglichkeiten zur Selbsthilfe und Vernetzung vermittelt werden.

mittendrin e.V. in Köln (bundesweit)

„Die Kinder der Utopie": 20.000 €

Der mittendrin e.V. ist ein Elternverein, der 2006 von Familien mit behinderten Kindern ins Leben gerufen wurde. Ziel des Vereins ist es, Kindern und Jugendlichen eine barrierefreie Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Die Tätigkeitsfelder reichen von der individuellen und unabhängigen Beratung der Familien über die Entwicklung von Konzepten für inklusive Projekte in Schulen, Freizeit und Beruf bis hin zu politischer Lobby-, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit.

In Zusammenarbeit mit dem bekannten Inklusionsaktivisten Raul Krauthausen will der Verein die Öffentlichkeit mit einer bundesweiten Kampagne und einem Aktionsabend in 80 deutschen Großstädten zum Thema Inklusion aufrütteln. Im Zentrum steht der vor kurzem fertig gestellte und bisher unveröffentlichte Dokumentarfilm „Die Kinder der Utopie", der Inklusion zum Miterleben und Raum zum Nachdenken bieten soll. Vor zwölf Jahren begleitete der Kinoerfolg „Klassenleben" eine Inklusionsklasse an der Fläming-Grundschule in Berlin. In „Die Utopie der Kinder" treffen sich sechs der damaligen Schüler als junge Erwachsene wieder. Auf berührende und unterhaltsame Weise macht der Film deutlich, wie sich ihre gemeinsame Schulzeit bis heute auswirkt.

Tioga - Verein zur Förderung des Segelsports e.V. in Deggenhausertal (Baden-Württemberg)

Inklusionsprojekt „Segelschiff Tioga" : 12.000 €

Ein Mäzen stiftete dem neugegründeten gemeinnützigen Verein TIOGA das größte Segelschiff am Bodensee – die TIOGA. Mit Hilfe von Spenden soll dieses Schiff nun umgebaut werden, um verschiedene Angebote in der Behinderten- und Jugendhilfe sowie dem Segelsport zu ermöglichen.

Mit dem Segelsportprojekt sollen Zusammenleben und Miteinander zwischen Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen mit und ohne Förderbedarf unterstützt werden. Sie erhalten theoretische und praktische Kenntnisse zu Themen wie Segeln, Navigation, Landschafts- und Umweltschutz sowie Anregungen zur Persönlichkeitsentwicklung. Auch Segeltherapien werden angeboten.

Stiftung Leben pur in München (Bayern)

„Toiletten für Alle": 12.000 €

Die Stiftung Leben pur möchte Lösungen für schwer- und mehrfachbehinderte Menschen entwickeln, die ihnen den Alltag erleichtern und eine bessere Lebensqualität ermöglichen. Sie setzt sich unter anderem bundesweit für die Einrichtung behindertengerechter öffentlicher Toiletten ein.

Mit dem Projekt „Toiletten für alle" sollen geeignete Sanitäranlagen gebaut werden, damit Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen am öffentlichen Leben teilnehmen können. Zur Ausstattung gehören höhenverstellbare Pflegeliegen mit klappbarem Seitengitter und einem Personenlift, um Menschen vom Rollstuhl aus auf das WC oder auf die Pflegeliege zu heben. Durch DATEV kann die erste „Toilette für Alle" in Schleswig-Holstein finanziert werden.

Lebenshilfe Erfurt Service gGmbH in Erfurt (Thüringen)

„Lernen 4.0: Digital Twin": 11.000 €

Die Lebenshilfe Erfurt Service gGmbH (LHS) ist das größte Inklusionsunternehmen Thüringens. Sie schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, beispielsweise in den Bereichen Gastronomie/Catering, Garten- und Landschaftsbau sowie im Pflegedienst. Aktuell beschäftigt die LHS 185 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit 2018 beteiligt sich die LHS am Projekt „Lernen 4.0: Digital Twin". In virtuellen Arbeits- und Lernumgebungen werden die verschiedenen Arbeitsabläufe und Ausbildungsinhalte in den Bereichen Hauswirtschaft, Küche und Gastronomie vermittelt. Zielgruppen sind Mitarbeiter und Auszubildende mit Förderbedarf, die darüber die gelernten Inhalte auch trainieren können.

NeNa e.V. in Berlin (Berlin)

Barrierefreie Plattform/App: 10.000 €

NeNa e.V. hat sich darauf spezialisiert, sportliche, soziale, kreative und lehrreiche außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche im Berliner Raum leichter zugänglich zu machen. Dies geschieht beispielsweise durch individuelle Betreuungsarbeit wie Beratungsgespräche und Wegetraining sowie durch eigene Gruppenangebote. Der Verein betreut etwa 50 Kinder.

Das Freizeitprogramm für taube Kinder und Jugendliche in Berlin und Brandenburg ist sehr spärlich. Bestehende Angebote werden mangels ausreichender Information oft nicht wahrgenommen. NeNa e.V. plant deshalb eine App als zentrale Informationsplattform. Die App, die gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, soll sowohl in deutscher Schrift- als auch Gebärdensprache genutzt werden können.

Op de Wisch e.V. (Hamburg)

Anschaffung eines Therapiepferdes: 10.000 €

Der gemeinnützige Verein Op de Wisch wurde 1990 gegründet; der Name bedeutet „Auf der Wiese" und ist Sinnbild für die Vielfalt des Lebens. Das Angebot richtet sich an Menschen, die Unterstützung in ihrer alltäglichen Lebensgestaltung aufgrund von Notlagen benötigen. Schwerpunkte sind ambulante Sozialpsychiatrie und Eingliederungshilfe, dazu Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

Der Verein unterhält unter anderem eine eigene kleine Reitanlage mit einem reitpädagogischen Angebot für psychisch erkrankte oder traumatisierte Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche mit besonderen Förderbedarfen. Ende November verstarb eines der Therapiepferde. Um das laufende reitpädagogische Angebot fortführen zu können, benötigt der Verein ein neues, bereits ausgebildetes Therapiepferd.

Stiftung „Deutschland Schwimmt" in Burgthann (Bayern)

Schwimmlehrerausbildung und Schwimmkurs: 8.000 €

Die Stiftung „Deutschland Schwimmt" wurde 2016 ins Leben gerufen. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen mit besonderen Förderbedarfen das Schwimmen zu ermöglichen. Aktuell gibt es kaum entsprechende Angebote. 2018 erhielt die Stiftung den Inklusionspreis des Bezirkes Mittelfranken.

Hinter dem Projekt steckt die Idee, nicht nur Inklusionsschwimmen zu fördern, sondern bereits vorab Schwimmlehrer für die Arbeit mit gehandicapten Menschen zu qualifizieren. Mit der Spende sollen 2019 100 Schwimmlehrer ausgebildet werden. Die Stiftung arbeitet eng mit dem Deutschen Schwimmlehrerverband zusammen. Dieser wird die Ausbildung zertifizieren und subventionieren. Aktuell läuft bereits ein Pilotprojekt mit sechs Kindern der Lebenshilfe Schönberg. Über 35 Eltern mit behinderten Kindern stehen bereits auf der Warteliste.

Gemeinnützige Känguru Mobil GmbH in Wiesbaden (Hessen)

Anschaffung Transporter : 8.000 €

Die Gemeinnützige Känguru Mobil GmbH möchte Kindern mit besonderen Förderbedarfen ein umfangreiches Freizeitprogramm bieten. Sie steht ihnen und ihren Familien mit Beratung, Förderung und qualifizierter Betreuung von Geburt an zur Seite. Rund um Wiesbaden betreut Känguru Mobil jeden Tag rund 500 Kinder und Jugendliche.

Regelmäßige Ausflüge, Tiertherapien, die Erfüllung von Herzenswünschen und Entspannungsurlaube sollen den Kindern ein Leben voller Freude ermöglichen. Mit der Anschaffung eines rollstuhlgerecht umgebauten Transporters soll die Mobilität der betreuten Kinder und Jugendlichen verbessert werden.

Gold-Kraemer-Stiftung in Frechen (Nordrhein-Westfalen)

„Tennis für Alle": 5.000 €

Die Aktivitäten der Gold-Kraemer-Stiftung sind darauf ausgerichtet, dass sich Menschen mit und ohne besonderen Förderbedarfen im Alltag auf Augenhöhe begegnen. Durch vielfältige Betreuungs-, Wohn-, Sport-, Kultur- und Freizeitangebote bietet sie eine Plattform für eine gemeinsame Lebensgestaltung.

Mit dem Projekt „Tennis für Alle" werden Menschen mit Behinderungen im Tennissport gefördert, beispielsweise durch die jährliche Teilnahme am „Deutschen Blindentennis-Workshop" in Köln. Hier können Neulinge sowie blinde und sehbehinderte Kinder in einem geschützten Rahmen mit erfahrenen Trainern Blindentennis ausprobieren, erfahrene Spieler erhalten ein professionelles Training. Das „Tennis für Alle"-Projekt bildet darüber hinaus interessierte Trainer weiter, damit diese das Know-how und die Motivation erlangen, eigene Blindentennis-Gruppen in ihren Heimatvereinen aufzubauen. Rund 60 Menschen mit besonderen Förderbedarfen im Alter von fünf bis 60 Jahren nehmen an dem Workshop teil.

TV Laubenheim 1883 e.V. Abteilung Rollstuhlsport in Mainz (Rheinland-Pfalz)

Teilnahme am Wheel-Soccer-Cup: 5.000 €

Die Abteilung Rollstuhlsport ist mit rund 80 aktiven Sportlern ein Teil des Turnvereins Laubenheim 1883 e.V. Viermal wöchentlich betreiben Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne besonderen Förderbedarfen gemeinsam Rollstuhl-Basketball. Aktuell trainieren in den beiden Kinder- und Jugendsportgruppen circa 30 „Rollikids". Mit dem Angebot sollen die Bewegungsfreude und Mobilität der Kinder gefördert werden.

Die „Rollikids" wollen auch in diesem Jahr am Wheel-Soccer-Cup in Berlin teilnehmen. Bei der Veranstaltung wird ein Pezzi-Ball mit den Händen oder dem Rollstuhl gestoßen, um ihn im gegnerischen Tor zu versenken. Ausrichter ist der Berliner Inklusionssportverein Pfeffersport e.V. Teilnehmen sollen zwei Kindermannschaften und ein Erwachsenenteam. Im Vorfeld des Turniers ist ein Wochenend-Trainingslager geplant.

Lavie Reha gGmbH in Königslutter (Niedersachsen)

Einwöchiger Fotoworkshop: 4.000 €

Die Lavie Reha gemeinnützige GmbH bietet medizinische und berufliche Rehabilitationsmaßnahmen für psychisch erkrankte Menschen an. Jugendliche und junge Erwachsene können unter anderem Angebote zur Berufsvorbereitung und zur Ausbildung wahrnehmen. Häufig leiden sie an Schizophrenie, affektiven und schizoaffektiven Störungen, Persönlichkeitsstörungen oder neurotischen Störungen. Aber auch Jugendliche mit tiefgreifenden Entwicklungsstörungen werden betreut.

Geplant ist ein einwöchiger Fotoworkshop für 12 bis 16 Jugendliche. Dieser soll jeweils halbtags mit zwei Projektgruppen stattfinden. Die Teilnehmer sollen ihre eigene Stimmung in Bildern festhalten. Dafür werden sie mit Digitalkameras ausgestattet. Zentral geht es um die Fragestellung: „Wie begegnen mir Menschen, wenn ich gut oder schlecht gelaunt, uninteressiert oder verschlossen bin?". Der Workshop dient der Selbst- aber auch Fremdwahrnehmung. Die Jugendlichen sind zwischen 16 bis 20 Jahre alt.

Mitarbeiter Weihnachtsspende

Bereits zum dritten Mal konnten sich die Mitarbeiter mit Vorschlägen für soziale Initiativen aktiv am Spendenprozess beteiligen und gemeinsam über die Vorschläge abstimmen. Die fünf meistgewählten Einrichtungen erhalten jeweils 5.000 Euro. Auf diesem Wege möchte die DATEV das vielfältige soziale Engagement ihrer Beschäftigten würdigen.

Stephan Fürstner-Stiftung in Dachau (Bayern)

Station Regenbogen der Cnopf´schen Kinderklinik: 5.000 €

Die Stephan Fürstner-Stiftung unterstützt krebskranke Kinder, die auf der Station Regenbogen in der Cnopf’schen Kinderklinik in Nürnberg betreut werden. Mit Hilfe der Spenden können Fachkräfte bezahlt werden, die sich um die kleinen Patienten kümmern. Außerdem werden von den Zuwendungen Feiern veranstaltet, Ausflüge unternommen und neue Spielsachen angeschafft.

Curatorium Altern gestalten gGmbH in Hartenstein (Bayern)

Projekt Silberfilm: 5.000 €

Noch gibt es viele Hürden, die Menschen mit Demenz und Assistenzbedarf überwinden müssen, um am alltäglichen und kulturellen Leben teilnehmen zu können. Das Kulturnetzwerk Silberfilm organisiert generationsverbindende Kinonachmittage in Nürnberg (Filmhauskino) und im Nürnberger Land, zu denen Menschen +/-100 und deren Angehörige, Nachbarn, Enkel, ehrenamtliche und professionelle Begleiter eingeladen sind.

Kreisvereinigung Lebenshilfe e.V. in Herzogenaurach (Bayern)

Offene Behindertenarbeit: 5.000 €

Die Kreisvereinigung Lebenshilfe e.V. organisiert verschiedene Freizeit- und Begegnungsangebote für Menschen mit Behinderungen. Dazu zählen unter anderem Ausflüge in die fränkische Schweiz, sportliche Unternehmungen wie Go-Kart fahren und mehrtägige Urlaubsreisen.

Förderverein des Bildungszentrums für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg (Bayern)

Schulische Ausbildung : 5.000 €

Das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg begleitet blinde und sehbehinderte Menschen bei ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung. Gefördert wird eine Klassenfahrt, die sich die Schüler schon lange wünschen.

WirHelfenAnkommen e.V. in Burgthann (Bayern)

Freizeitaktivitäten: 5.000 €

Der WirHelfenAnkommen e.V. unterstützt Flüchtlinge bei der Integration. Im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten wie Ausflügen, Filmprojekten und Fahrrad-Workshops wird das Zugehörigkeitsgefühl der Geflüchteten aktiv gefördert.