Strategie

DATEV und Microsoft 365

Die Nutzung von Microsoft 365 ist für DATEV ein wichtiges Thema für die kommenden Jahre. Zum einen geht es darum, durch die Einbindung von Microsoft 365 in den DATEV-Anwendungen und die Bereitstellung in den IT-Outsourcinglösungen u.a. moderne Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zu schaffen. Andererseits ergeben sich aus dem Berufsrecht an dieser Stelle Restriktionen. Ein Überblick über den Status quo.

DATEV arbeitet derzeit intensiv an der Evaluierung verschiedener Optionen:

Wichtig ist zum einen, dass die DATEV-Anwendungen mit den klassischen Diensten von Microsoft 365 (bisher: Office-Paket) reibungslos zusammenspielen. Gleichzeitig wird geprüft, wie sich Teile von Microsoft 365 - speziell die Tools zur Kollaboration, vor allem Microsoft-Teams - sinnvoll anbinden lassen, damit zusätzliche Möglichkeiten zur reibungslosen Kollaboration in der Kanzlei und mit den Mandanten möglich sind.

An welchen Lösungen wird gearbeitet? Wann sind erste produktive Lösungen zu erwarten?

Die Produktentwicklung arbeitet an verschiedenen Einsatzszenarien, beispielsweise an der Anbindung von Microsoft Teams in das neue Kanzleimanagement und hier zunächst in den Prozess der Mandatserschließung oder an der Anbindung von OneDrive an DATEV Unternehmen online. Die Freigabe für OneDrive in DATEV Unternehmen online ist vorbehaltlich der rechtlichen Beurteilung noch für 2021 geplant. In weiteren Ausbaustufen sollen mehrere Accounts angebunden werden und die zu synchronisierenden Ordner aus DATEV Unternehmen online ausgewählt werden können. Andere Funktionen, die in unserem Mitgliedskreis als relevant eingestuft wurden, werden ebenfalls geprüft, z.B. das Speichern von Teams-Chats und OneNote-Abschnitten im Dokumenten-Management-System.

Neben dem Zusammenspiel mit den DATEV-Anwendungen arbeitet DATEV intensiv an der Bereitstellung von Microsoft 365 in der DATEVasp-Umgebung. Über das asp-Serviceportal können asp-Kundinnen und -Kunden künftig einfach ein Microsoft 365-Abonnement erwerben und in ihrem DATEVasp nutzen. Derzeit findet eine Pilotierung mit ersten Kunden statt.

Mehr zur Integration von Microsoft 365 im DATEVasp-Umfeld .

Nutzung von Cloud-Diensten amerikanischer Anbieter derzeit rechtlich unsicher

Cloud-Dienste von US-amerikanischen Softwareunternehmen, wie etwa Microsoft 365, werden derzeit von datenschutzrechtlicher Seite intensiv diskutiert. Denn ein Datenfluss von europäischen Servern zu Drittstaaten-Servern gilt nur dann als DSGVO-konform, wenn ein vergleichbar angemessenes Datenschutzniveau gewährleistet ist. Derzeit wird das Datenschutzniveau im amerikanischen Hoheitsgebiet von der EU als nicht ausreichend beurteilt.

DATEV verfolgt daher intensiv die laufende Meinungsbildung der Aufsichtsbehörden der Bundesländer, der europäischen Aufsichtsbehörden sowie Äußerungen der EU-Kommission. Es findet laufend ein enger Austausch mit relevanten Interessengruppen wie den Kammern statt, um gemeinsam eine klare Positionierung zu diesem komplexen Thema zu erreichen. Auch mit Microsoft finden Gespräche zur Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen statt. Zum jetzigen Zeitpunkt kann DATEV daher allerdings noch keine allgemeine Empfehlung zur Nutzung der Dienste von Microsoft 365 und seiner datenschutzrechtlichen Konformität aussprechen.

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