Lösegeld-Trojaner verschlüsselt Daten

Kriminelle versenden zurzeit wieder E-Mails mit Schadsoftware gezielt an Unternehmen. Die E-Mails enthalten unterschiedliche, sehr professionell gestaltete Inhalte und laden den Empfänger ein, Anhänge oder Links zu öffnen.

Klicken Sie keinesfalls auf Links und Anhänge von unbekannten E-Mail-Absendern.

Der Lösegeld-Trojaner TeslaCrypt 3.0 beginnt sofort, die Dateien auf Ihrem Rechner zu verschlüsseln. Diese sind danach unbrauchbar. Der Rechner ist nach dem Neustart und erneutem Anmelden gesperrt. Die Erpresser fordern Geld für die Entschlüsselung und Freigabe Ihrer Daten.

Empfehlungen

Zuverlässigen Schutz vor dem Lösegeld-Trojaner gibt es derzeit nicht. Die schadhaften Dateien werden so schnell verändert, dass es den Antivirenherstellern schwer fällt, schnell genug zu reagieren.

Wenn Ihnen eine eingegangene E-Mail suspekt erscheint, können Sie diese durch DATEV noch einmal überprüfen lassen. Leiten Sie diese Mail an folgende Adresse weiter: spam@datev.de Nach einer Bewertung durch unsere Spezialisten erhalten Sie ein Antwort über das Gefahrenpotenzial der E-Mail.

Beachten Sie grundsätzlich folgende Hinweise und sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter:

  • Seien Sie äußerst sensibel im Umgang mit E-Mails, wenn diese Dateianhänge oder Verlinkungen enthalten und Ihnen deren Ursprung nicht bekannt ist. In besonderen Fällen gibt DATEV einen Gefahrenhinweis per E-Mail aus.
  • Führen Sie regelmäßige Datensicherungen durch, um im Notfall auf nicht infizierte Datenbestände zurückzugreifen. Externe Sicherungslaufwerke sollten nicht dauerhaft verbunden sein.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Virenscanner richtig konfiguriert und aktuell ist.
  • Arbeiten Sie nicht mit administrativen Rechten. Benutzen Sie ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten.
  • Halten Sie das Betriebssystem und alle Programme auf einem aktuellen Stand.

Weitere Informationen finden Sie in der Info-Datenbank:

Wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einer Infektion kommt, sollten Sie den geforderten Geldbetrag nicht bezahlen. Zum einen unterstützen Sie damit kriminelle Tätigkeiten und zum anderen ist keineswegs sicher, dass Sie danach tatsächlich wieder Zugriff auf Ihre Daten erlangen. DATEV empfiehlt, den Rechner neu aufzusetzen und die verlorenen Daten aus einer (aktuellen) Datensicherung einzuspielen.