Virenschutz bei DATEVnet

Ein Virenscanner ist Pflicht für jeden, der im Internet unterwegs ist. Doch werden die Hacker immer schneller und professioneller. Das erfordert einen umfassenden Virenschutz, der den Virenscanner um weitere Schutzverfahren ergänzt.

Ein vernünftiger Virenschutz umfasst heutzutage nicht nur die Absicherung von E-Mails, sondern berücksichtigt auch Bedrohungen durch das Surfen im Internet.

Virenschutz bei E-Mails

Die meisten Viren werden immer noch per E-Mail verteilt. Der Aufbau dieser E-Mails wird immer raffinierter, sie unterscheiden sich äußerlich oft kaum noch von normalen E-Mails. Die Sicherheitsmaßnahmen von DATEVnet setzen daher in mehreren Stufen an.

  • Stufe 1: Die Postfix-Prüfung
    Die Postfix-Prüfung erkennt E-Mails, die nicht dem Standard entsprechen. Seriöse Mail-Server versenden E-Mails immer in der gleichen Form und mit den gleichen Bestandteilen. Programmierer von Viren beachten oft diese Formalien nicht - und damit verraten sie sich.

    Hier setzt die Postfix-Prüfung an: Entsprechen eingehende E-Mails nicht dem Standard, werden sie von DATEVnet abgewiesen.
  • Stufe 2: Mehrere Virenscanner aus verschiedenen Kontinenten
    In der Internet-Sicherheitszone von DATEVnet werden eingehende E-Mails von vier verschiedenen Virenscannern unterschiedlicher Hersteller aus verschiedenen Kontinenten geprüft.

    Das Prinzip ist ganz einfach: Was der eine nicht erkennt, erkennt wahrscheinlich der andere. Zum Beispiel werden Viren asiatischer Herkunft erfahrungsgemäß zuerst von Virenscannern asiatischer Hersteller erkannt.
  • Stufe 3: Der Postfachscanner
    Liegen Ihre E-Mails in Ihrem DATEVnet-Postfach zur Abholung bereit, werden sie dort noch einmal mit den aktuellsten Virensignaturen geprüft.
  • Stufe 4: Der DATEV Reverse-Scan
    Auch wenn Sie Ihre E-Mail bereits abgerufen haben, prüfen wir eine Kopie in der Internet-Sicherheitszone 12 Stunden lang mit den neuesten Virensignaturen.
    Auf diese Weise werden auch solche Viren und Trojaner entdeckt, die bei den vorhergehenden Virenscans noch nicht bekannt waren.

Virenschutz beim Surfen

Auch vermeintlich harmlose Webseiten können Gefahren bergen - spätestens, wenn der Webseitenbetreiber Inhalte aus anderen Quellen eingebunden hat, z.B. Werbebanner: Die Virenfreiheit dieser Inhalte hat er nicht unter Kontrolle. Der Schutz von DATEVnet ist daher auch beim Surfen mehrstufig aufgebaut.

  • Stufe 1: Prüfung der Reputation
    Bevor eine Internetseite heruntergeladen wird, prüfen wir zunächst deren Reputation: Ist die Seite bereits bekannt dafür, dass sie Viren beinhaltet? Wird sie durch einen Provider bereitgestellt, dessen Systeme unsicher sind?
  • Stufe 2: Virenprüfung der Inhalte
    Die heruntergeladenen Daten werden im Rechenzentrum auf Viren geprüft - noch bevor sie das Büronetzwerk erreichen. Erst nach erfolgter Prüfung werden Sie dem Browser zur Verfügung gestellt.
  • Stufe 3: Überwachung der Internetaktivitäten
    Unser DATEV Web-Radar überwacht im Hintergrund alle Aktivitäten der DATEVnet-Nutzer.

Zusätzlich lokaler Virenschutz

Verschlüsselte E-Mails oder der Aufruf verschlüsselter Internetseiten verbergen Ihre Inhalte nicht nur vor unberechtigten Dritten, sondern auch vor Virenscannern. Das abgestufte Sicherheitskonzept von DATEVnet umfasst daher auch den zwingenden Einsatz eines Virenscanners am PC. Auf den von DATEV freigegebenen Systemplattformen empfehlen wir den Einsatz von DATEV VIWAS classic, das bei DATEVnet kostenfrei enthalten ist. Sollten bei der Entschlüsselung der E-Mail oder beim Aufruf eines Web-Mailers ungebetene Gäste zu Tage treten, wird deren Aktivität durch die lokale Antivirensoftware unterbunden.