Behandlungsfehler vermeiden durch Kommunikation

Etwa 43 Millionen Schadensfälle ereignen sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich weltweit im Gesundheitswesen – statistisch gesehen sind davon 28,6 Millionen auf menschliche Fehler zurückzuführen und wären somit vermeidbar.

Wie können Ärzte und Patienten sowie Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen „sicherer“ miteinander kommunizieren, um diese Statistik vermeidbarer Schadensfälle zu reduzieren? Darüber tauschten sich Experten auf einer Pressekonferenz des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) am 14. September in Berlin aus. Anlass ist der 3. Internationale Tag der Patientensicherheit (ITPS) am 17. September.

Die komplette Pressemitteilung des APS finden Sie hier.

Nur ständige Aufmerksamkeit kann Verwechslungen von Patienten bei der medizinischen Versorgung vermeiden. Wichtigste Voraussetzung ist dabei, dass jeder Patient zu jedem Zeitpunkt zweifelsfrei identifiziert werden kann. Das zeigt ein neuerer Fall des Fehlermeldesystems „CIRS medical.de“.

In dem CIRS-Fall wollte ein Arzt im Krankenhaus einem Patienten ein Erythrozytenkonzentrat anhängen. Als die Pflegekraft ins Zimmer kam, stellte sie fest, dass der Arzt am Bett des falschen Patienten stand und konnte die Verwechslung verhindern. Der Mediziner hatte versäumt, den Patienten klar zu identifizieren.

Da solche und ähnliche Vorkommnisse erfahrungsgemäß auch im ambulanten Bereich möglich wären, wurden unter Federführung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe Handlungsempfehlungen mit praktischen Anleitungen zur Fehlervermeidung entwickelt. Darin ist aufgeführt, worauf Praxen besonders achten sollten, um Verwechselungen zu vermeiden.

Quelle: APS und KBVWL