Boom bei Zahnarzt-MVZ

Zum 4. Quartal 2015 nahmen in Deutschland 46 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) an der vertragszahnärztlichen Versorgung teil. Gegenüber dem Vorjahresquartal mit deutschlandweit 25 MVZ entspricht das einem Anstieg von 84 Prozent.

Der deutliche Anstieg der Zahl der medizinischen Versorgungszentren lässt sich v.a. darauf zurückführen, dass mit dem Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes zum 23. Juli 2015 den Inhabern von medizinischen Versorgungszentren nunmehr die Möglichkeit eingeräumt wurde, diese auch fachgruppengleich zu betreiben.

Zwar ist - im Vergleich zu ärztlichen MVZ – das Ausgangsniveau (25 Praxen) relativ gering, trotzdem dürfte sich aufgrund der immer beliebteren Option „Anstellung“ der Trend auch in den Folgejahren fortsetzen.

Auch die Zahl der in den medizinischen Versorgungszentren tätigen angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzte erhöhte sich innerhalb eines Jahres um 43 Prozent und lag am Ende des Jahres 2015 in Deutschland bei 221.

Es ist davon auszugehen, dass im Laufe des Jahres 2016 weitere Inhaberinnen und Inhaber medizinische Versorgungszentren gründen oder bereits bestehende Praxen in medizinische Versorgungszentren umgewandelt werden.

Übrigens: Die Gesamtzahl der Vertragszahnärzte und der bei ihnen angestellten Zahnärzte betrug am Ende des 4. Quartals 2014 61.579 (+ 1,0 Prozent gegenüber 4/2013) und am Ende des 4. Quartals 2015 61.990 (+ 0,7 Prozent gegenüber 4/2014). Somit ist der Grad der vertragszahnärztlichen Versorgung trotz Rückgangs der Zahl der Vertragszahnärzte sogar gestiegen - bei annähernd unveränderter Zahl der Versicherten in der GKV .

Weitere Informationen bzw. Daten finden Sie im kürzlich veröffentlichten Jahrbuch 2016 der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV).