Compliance bei Zahnärzten

Seit 4. Juni 2016 ist das sogenannte Antikorruptionsgesetz rechtsgültig. Doch noch immer herrscht zum Teil Verunsicherung darüber, was nun gesetzlich erlaubt ist beziehungsweise wo strafrechtliche Gefahren drohen.

Betroffen sind auch Zahnärzte, Labore, der Handel und die Dentalindustrie. Um strafrechtliche Gefahren zu vermeiden, empfehlen Experten Zahnärzten vor allem hinsichtlich der Geschäftsbeziehung mit Dentalfirmen, auf Geschenke im Zusammenhang mit einer Kaufleistung zu verzichten.

Das heißt, dass etwa ein „Zusatzgeschenk“, als Bestandteil der Rechnung einer Dentalfirma mit einem 0 €-Betrag ausgewiesen, strafbewehrt ist. Auch beim Thema „Naturalrabatte“ ist Vorsicht geboten. Diese sollten nachweisbar an den Patienten weitergeben werden. Grundsätzlich gilt, keine Vorteile anzunehmen und auch keine zu fordern.

Wichtig zu wissen ist auch, dass es nach unten keine Bagatellgrenze gibt: Schon ein Vorteil von einem Euro könne Auswirkungen haben.

Die Compliance-Richtlinie der KZBV mit Fallbeispielen finden Sie hier.