E-Health-Gesetz

Das Ende Dezember 2015 in Kraft getretene E-Health-Gesetz soll die Einführung einer digitalen Informations- und Kommunikationsstruktur im Gesundheitswesen vorantreiben.

Ziel ist es, die Informations- und Kommunikationstechnologie in der sektorenübergreifenden Gesundheitsversorgung zu etablieren und dadurch die Wirtschaftlichkeit und Qualität der Versorgung weiter zu verbessern.

Zukünftig sollen Praxen, Krankenhäuser, Apotheken und weitere Akteure des Gesundheitssystems durch eine Telematikinfrastruktur (TI) miteinander vernetzt sein. Anwendungsmöglichkeiten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und der Telemedizin sollen weiter ausgebaut werden.

Der elektronische Arztbrief

Ein wichtiger Punkt ist die Förderung des Elektronischen Arztbriefs. Neu ist, dass ab dem 1. Januar 2017 für den Versand und Empfang eine Pauschale von insgesamt 55 Cent für jeden elektronisch übermittelten Brief von den Krankenkassen bezahlt wird, wenn dessen Übertragung sicher erfolgt und der Papierversand entfällt. Ärzte und Psychotherapeuten benötigen hierfür den elektronischen Heilberufsausweis für qualifizierte elektronische Signaturen (QES). Der Ausweis wird über die Landes-Ärztekammern beantragt und anschließend von einem Industriepartner ausgegeben.

Umsetzung: Die Förderung läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017. Die Vergütung erfolgt dabei nicht wie bisher aus der begrenzten morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV), sondern extrabudgetär. Die Kosten, die für den Papierversand entfallen, sind bei der jährlichen Anpassung der MGV zu berücksichtigen.

Details zur Abrechnung legt die KBV in einer Richtlinie fest. Ärzte und Psychotherapeuten, die noch keinen elektronischen Heilberufsausweis besitzen, sollten sich rechtzeitig an ihre Landes-Ärztekammer wenden und den Ausweis beantragen!

Quelle: Pressemeldung KBV