Haftung bei Behandlungsfehler auch für Folgefehler anderer?

Wird auf Grund eines ärztlichen Behandlungsfehlers ein weiterer Eingriff erforderlich und fehlerhaft durchgeführt, hat der erstbehandelnde Arzt auch für diesen Behandlungsfehler grundsätzlich zu haften.

Der Zurechnungszusammenhang kann dann unterbrochen sein, wenn der zweitbehandelnde Arzt die ärztliche Sorgfaltspflicht in außergewöhnlich hohem Maße verletzt (besonders grober Behandlungsfehler). Die Annahme allein eines groben Behandlungsfehlers unterbricht den Zusammenhang dagegen nicht.

Das Oberlandesgericht Hamm entschied dies jüngst (Az.: 26 U 37/14), wobei es um einen operativen Behandlungsfehler im Krankenhaus ging (UrsprungsdiagnoseUpside-Down-Stomach).

Weitere Informationen dazu finden Sie in dieser Pressemeldung.

Quelle: Pressemitteilung des OLG Hamm v. 16.12.2016