Leistungszahlen der ambulanten Versorgung

Zur „Woche der ambulanten Versorgung“ veröffentlicht die KBV eine Infografik und veranstaltet einen „Sicherstellungskongress“.

Eine Milliarde Arztkontakte in 102.000 Praxen gibt es in Deutschland jährlich – zum Start der „Woche der ambulanten Versorgung“ am 26. Juni präsentierte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ihre neue Infografik „Leistungskennzahlen der ambulanten Versorgung in Deutschland“.

Diese gibt auf einen Blick Antworten auf Fragen wie: Wie viele niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten gibt es hier eigentlich? Wie lange hat deren Ausbildung gedauert?

Leistungszahlen_KBV_2017

165.000 niedergelassene Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten sowie 250.000 medizinische Fachangestellte arbeiten in den 102.000 deutschen Arztpraxen und versorgen pro Jahr 553 Millionen Behandlungsfälle. Die Niedergelassenen haben in der Regel eine zwölfjährige Ausbildung durchlaufen und lernen auch im Berufsalltag immer weiter: mindestens 35,7 Stunden pro Jahr müssen sie sich fortbilden. Pro Patient kostet die ambulante Versorgung in der Praxis 475 Euro im Jahr – die stationäre Krankenhausversorgung hingegen kostet pro Patient 4.239 Euro jährlich.

In der „Woche der ambulanten Versorgung“ präsentieren die Kassenärztlichen Vereinigungen bis zum 30. Juni einige ihrer erfolgreichen Projekte, mit denen Patienten vor Ort betreut, der ärztliche Nachwuchs gefördert und regionale Versorgungsstrukturen zusammengebracht werden.

Die KBV veranstaltete am 27. und 28. Juni den Sicherstellungskongress im dbb Forum in Berlin. Dort gibt es unter anderem eine Podiumsdiskussion mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Darüber hinaus präsentierten sich rund 30 Projekte aus unterschiedlichen Regionen, die dazu beitragen, dass die ambulante Versorgung auch trotz der demografischen Entwicklung sichergestellt ist und sich weiterentwickelt.