Mehr Praxisinvestitionen notwendig?

Die KBV warnt aufgrund der aktuellen ZI-Umfrageergebnisse vor einer Verschlechterung der Versorgungsqualität. Die Zi-Umfrage aus dem Jahr 2014 belegt, dass niedergelassene Ärzte ihre Investitionen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgefahren haben.

Zwischen 2010 und 2013 sanken die Abschreibungen um 13,5 Prozent, die Aufwendungen für Leasing und Mieten für Geräte um 5,9 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Kosten für Wartung und Instandhaltung um 11,8 Prozent. "Es geht um den Substanzerhalt in der ambulanten Versorgung", sagte Dr. Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV. Honorarverhandlungen nach Kassenlage seien absolut nicht das Gebot der Stunde.
Er verwies dabei auch auf die gestiegene Bedeutung der Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung für die wirtschaftliche Lage der Arztpraxen insgesamt. Deren Anteil an den Gesamteinnahmen stieg von 73,3 Prozent im Jahr 2010 auf 74 Prozent im Jahr 2013.

Die wirtschaftliche Lage von Arztpraxen hat sich dem Zi zufolge insgesamt deutlich verschlechtert. Die Betriebskosten stiegen im Zeitraum 2010 bis 2013 um 7,6 Prozent und damit weitaus mehr als die Verbraucherpreise (5,7 Prozent).

Das Zi-Praxis-Panel umfasst die Jahre 2010 bis 2013 und analysiert die Angaben von 4.678 Praxen. An der Erhebung ausschließlich des Jahres 2013 nahmen 5.539 Praxen teil, was einem bundesweiten Anteil von 5,6 Prozent entspricht. Es handelt sich damit um das aktuellste verfügbare Zahlenmaterial.

Quelle: Pressemitteilung KBV