Telemedizin – was ist erlaubt?

Die Bundesärztekammer hat vor kurzem die Musterberufsordnung für Ärzte neu definiert und durch konkrete Szenarien ergänzt. Diese beschreiben die Arten der Telemedizin und geben Hinweise, welche telemedizinischen Versorgungsmodelle mit der aktuellen Berufsordnung für Ärzte vereinbar sind.

So wird es den Begriff „Fernbehandlungsverbot“ nicht mehr geben. Das erklärt Dr. Franz Bartmann (für Telemedizin zuständig im Vorstand der Bundesärztekammer) in einem Interview.

Telekonsultationen zwischen Ärzten untereinander – zum Beispiel wenn ein Arzt per Telemedizin den Rat eines spezialisierten Kollegen zu einem bestimmten Fall einholt – sind uneingeschränkt erlaubt.

Telemonitoring ist ebenfalls zulässig. Dabei gibt es jedoch die Bedingung, dass der behandelnde Arzt des Patienten involviert sein muss. So kann zum Beispiel ein Telemedizin-Zentrum nicht ohne Abstimmung mit dem behandelnden Arzt für einen Patienten diagnostisch oder therapeutisch tätig werden.

Demnach dürfen Ärzte ihnen “unbekannte” Patienten nur ganz allgemein per Telefon, Internet usw. medizinisch beraten.

Hier finden Sie Hinweise und Erläuterungen der Bundesärztekammer zur Fernbehandlung (§7 Abs. 4 MBO-Ä).