Teurer Virennachweis im "Masern-Prozess"

Ein Biologe aus Langenargen hatte im Internet 100.000 Euro für denjenigen ausgelobt, der die Existenz und Größe von Masernviren belegt. Ein Arzt aus dem Saarland lieferte die Beweise und forderte die entsprechende Prämie.

Er ließ sich die Wette erst schriftlich bestätigen und suchte dann sechs wissenschaftliche Publikationen zu dem Thema heraus. Mitsamt seiner Kontodaten schickte er sie dem Impfgegner. Dieser wollte jedoch nicht zahlen, weil die Fachartikel aus seiner Sicht die Existenz und Größe der Viren und auch ihre krankmachende Eigenschaft nicht belegen können.

Das mit dem kuriosen Fall beschäftigte Landgericht Ravensburg urteilte nach Befragung eines Sachverständigen, die Kriterien des Preisausschreibens seien formal und inhaltlich erfüllt worden. Der Biologe und Impfgegner kündigte an, in Berufung zu gehen.