Umsatzgrenzen für Jobsharing-Praxen in überversorgten Planungsbereichen

Der G-BA hat in seiner Bedarfsplanungs-Richtlinie aktuell die Regelungen zum Jobsharing in gesperrten Planungsbereichen überarbeitet.

Vertragsärztinnen und -ärzte mit unterdurchschnittlichem Leistungsumfang, die sich in einem gesperrten Planungsbereich im Jobsharing einen Arztsitz teilen, dürfen ihren Umsatz künftig bis zum Fachgruppendurchschnitt steigern (der Höhe des durchschnittlichen Umsatzes, den ihre jeweilige Fachgruppe im letzten Jahr erreicht hat).

Für psychotherapeutische Praxen gilt auf ausdrücklichen Wunsch des Gesetzgebers eine davon abweichende Sonderregelung. Psychotherapeuten mit unterdurchschnittlichem Leistungsumfang können ihr Praxisvolumen im Jobsharing in gesperrten Planungsregionen auch über den Fachgruppendurchschnitt hinaus ausweiten. Der Beschluss begrenzt dies jedoch auf 25 Prozent über dem Fachgruppendurchschnitt. Der G-BA wird die Auswirkungen dieser Regelung 18 Monate nach ihrem Inkrafttreten evaluieren.

Neben verschiedenen redaktionellen Anpassungen, die unter anderem die allgemeinen Regelungen zur Arztgruppenzusammensetzung betreffen, wurden zudem verschiedene Klarstellungen getroffen. So sollen beschränkte Zulassungen künftig immer nur ab Quartalsbeginn gelten. Dies soll die Ermittlung der Obergrenze erleichtern, bis zu der eine Jobsharing-Praxis ihren Umsatz steigern kann, da auf quartalsbezogene Daten zurückgegriffen werden kann. Der Beschluss liegt dem BMG zur Prüfung vor und tritt nach Nichtbeanstandung und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Weitere Details finden Sie unter folgendem Link: https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2640/

Quelle: Pressemeldung G-BA