Was gilt es beim Infektionsschutz zu beachten?

Es gibt viele Gesetze und Regelungen, die niedergelassene Ärzte hinsichtlich des Infektionsschutzes beachten müssen. Die KBV und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) helfen mit einem umfangreichen Portfolio an Mustervorlagen und Checklisten.

„Hygiene ist in der medizinischen Versorgung das A und O“, erklärte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen am 14. Februar in Berlin. „Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen unternehmen sehr viel, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Beim Kampf gegen Keime und Infektionen unterstützen wir sie mit einem erweiterten Serviceangebot mit kompakten und übersichtlichen Informationen.“

Das Spektrum reicht vom Musterdokument für einen Reinigungs- und Desinfektionsplan für die Praxis über Ablaufbeschreibungen beispielsweise zur Aufbereitung von Medizinprodukten oder zur Wundversorgung bis hin zu Checklisten, mit denen die Umsetzung der Hygienemaßnahmen überprüft werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei fachübergreifend Maßnahmen zur Basishygiene.

Beim Infektionsschutz und dem korrekten Umgang mit Medizinprodukten seien eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen, Richtlinien, Empfehlungen und technischen Regeln zu beachten, hob Gassen hervor. Dabei wolle die KBV die Vertragsärzte optimal unterstützen.

Die Materialien sind gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum (CoC) Hygiene und Medizinprodukte der Kassenärztlichen Vereinigungen und der KBV entwickelt worden. Das Zentrum hat gerade eine detaillierte Mustervorlage herausgegeben, mit der ein Hygieneplan für die Arztpraxis erstellt werden kann. Die Regelungen beschreiben allgemeine, aber auch spezielle Hygienemaßnahmen und berücksichtigen die normativen Vorgaben sowohl zum Patienten- als auch zum Mitarbeiterschutz.

Alle Servicedokumente werden auf der Themenseite der KBV zum Herunterladen bereitgestellt: http://www.kbv.de/html/hygiene.php.

Neben der Fülle von Materialien – wozu auch die bereits länger vorhandene Zusammenstellung von wichtigen Links zum Thema Hygiene, ein Fortbildungsangebot zu dem gefährlichen Erreger Methicillin-resistenter Staphylococcusaureus (MRSA) sowie die Webapplikation „Mein PraxisCheck Hygiene“ gehören – bietet die KBV auch Informationen speziell zum Thema Wundinfektionen nach Operationen. Dieser Anfang des Jahres gestartete Service richtet sich an alle operativ tätigen Ärzte, die in das neue sektorenübergreifendeQualitätssicherungsverfahren zur Vermeidung von postoperativen Wundinfektionen einbezogen sind.

Quelle: Pressemitteilung KBV