Erfahrungen zum Drucken

Umstellung auf Windows Server 2008 x64

Unter Microsoft Windows Server 2008 x64 kommt es vor, dass sowohl bestehende als auch neu angeschaffte Drucker nicht wie gewohnt drucken. Davon sind nicht nur die DATEV-Progamme betroffen, sondern die gesamte Software Ihres Netzwerks. Hier finden Sie vorbeugende Maßnahmen und mögliche Abhilfen.

Vor der Serverumstellung: Kompatitibilität prüfen

Prüfen Sie vor der Umstellung auf Windows Server 2008 x64, ob die vorhandenen Peripheriegeräte mit dem neuen Serverbetriebssystem einsetzbar sind. Nutzen Sie dazu die Kompatitibilitätslisten von Microsoft:

Vor dem Druckerkauf: Teststellung vereinbaren

Vermeiden Sie Risiken und Fehlinvestitionen - vereinbaren Sie vor Kaufabschluss eine Teststellung des Druckers. Die DATEV-Partner für Druckausgabegeräte finden Sie in der Info-Datenbank:

Beispiele und Erfahrungen zur Abhilfe

Unsere Erfahrungen aus dem Markt zeigen, dass seit der Einführung von Windows Server 2008 x64 im Januar 2008 und der Nachfolgeversion R2 im Oktober 2009 das Zusammenspiel von Druckertreibern und Betriebssystem noch immer nicht reibungslos verläuft. Folgende Beispiele verdeutlichen das:

  • Druckerwarteschlangendienst beendet sich ungewollt (unter Drucker und Faxgeräte werden keine Drucker angezeigt):
    Den verursachenden Druckertreiber zu lokalisieren ist nicht ganz einfach. Häufig bleibt nur die Maßnahme, sämtliche Druckertreiber rückstandslos vom System zu entfernen und nur die unbedingt erforderlichen Druckertreiber in der aktuellsten Version zu installieren.
    • Von Hewlett Packard (HP) gibt es einen aktuellen Universaldruckertreiber unter www.hp.com/go/upd, der mit dem Druckerwarteschlangendienst von Microsoft deutlich besser harmoniert.
    • Ebenfalls seit August 2010 wird von Citrix ein Hotfix (XAG500W2K8X64048) angeboten, der Abhilfe schafft, wenn durch zu hohen Speicherverbrauch die Citrix-Druckerwarteschlange abstürzt.
  • Kein gerätespezifischer Druckertreiber:
    • Nicht zu allen Druckausgabegeräten sind modellbezogene Treiber im Betriebssystem enthalten oder werden vom Hersteller für Windows Server 2008 x64 zum Download angeboten.
      Alternativ kann ein HP LaserJet-Familiy-Treiber, der gegebenenfalls erst über ein Windows-Update dem Betriebssystem hinzugefügt werden muss, eingesetzt werden.
    • Einige Druckertreiber-Installationspakete überschreiten die Größe von 100 MB und lassen sich nur über eine EXE-Datei installieren. Dies sind Druckertreiber, die für den "Home-Markt" und nicht in einem Business-Umfeld eingesetzt werden sollten. Falls sich die EXE-Datei nicht extrahieren lässt, um die Druckertreiber über die INF-Dateien zu installieren, sollte dieser Druckertreiber nicht auf die Terminal- und Druckserverumgebung aufgespielt werden.
  • Langsamere Druckaufbereitung, Drucker macht Pausen:
    Die Aufbereitung von Druckjobs kann laut Microsoft unter Windows Server 2008 x64 doppelt so lange dauern wie unter Windows Server 2003. Hier hängt viel vom verwendeten Druckertreiber ab.
    • Je aktueller der Druckertreiber, desto größer sind die Chancen auf Performancegewinn.
    • Die Inbox-Treiber von Microsoft sind aufgrund ihres geringeren Funktionsumfangs häufig performanter und können bei auftretenden Fehlern als Alternativdruckertreiber eingesetzt werden. Nachteil: es werden unter Umständen nicht alle gerätespezifischen Funktionen unterstützt.
    • Die Druckaufbereitung lässt sich nach Information von Microsoft gegebenenfalls dann beschleunigen, wenn bei der Druckerkonfiguration das Client Site Rendering (CSR) über die Systemrichtlinie abgeschaltet wird.

Die Ursachen für die Druckerprobleme sind vielfältig und häufig noch nicht oder nur umständlich zu beheben.

Was raten Druckerhersteller und DATEV-System-Partner?

UTAX: "Wir empfehlen, unsere Mini-PCL- oder Mini-KPDL-Treiber zu verwenden."

Systempartner:

"Falls möglich, immer die von Microsoft mitgelieferten Treiber benutzen (auch wenn Funktionsumfang geringer). Ähnliches Modell wählen, falls eigenes Modell nicht mitgeliefert."

"Falls 64- und 32-Bit-Clients zum Einsatz kommen, müssen die Treiber für den Drucker den identischen Versionsstand aufweisen."

"Installation der Druckerverwaltung (über Rolle Druck- und Dokumentendienste) und für die Problemtreiber die Treiberisolation einschalten. Verbraucht dann mehr RAM, schießt aber nicht mehr den Druckerwarteschlangendienst ab."

"Mit den von Lexmark zur Verfügung gestellten Treibern für die Drucker der T6xx-Serie sowie Lexmark Multifunktionsgeräte der X4xx- und X6xx-Serie haben wir gute Erfahrungen gemacht."