Rechnungswesen: Jahreswechsel 2021/2022

Übersicht der gesetzlichen Änderungen und Neuerungen

Für 2022 gibt es nach aktuellem Stand keine geänderten Steuersätze in den EU-Mitgliedstaaten, lediglich für pauschalierende Landwirte steht voraussichtlich eine Senkung des Steuersatzes an. Bei der Übermittlung der Statistik Verdiensterhebung verkürzt sich der Turnus und die E-Rechnung wird Pflicht in weiteren Bundesländern. Erstmals werden zum Jahreswechsel auch funktionale Neuerungen bereitgestellt.

Senkung des Durchschnittssatzes für pauschalierende Landwirte voraussichtlich ab 01.01.2022

Ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht vor, den Umsatzsteuer-Durchschnittssatz für pauschalierende Landwirte ab 2022 von 10,7 % auf 9,5 % abzusenken. Die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus. Ein Termin ist derzeit noch nicht bekannt.

Es sind dadurch ab 2022 neue Konten und Kontenbeschriftungen in den Standardkontenrahmen 03 und 04, im Branchenpaket Land- und Forstwirtschaft (SKR14) und im Branchenpaket Gartenbau (SKR03) notwendig. In unseren Dokumenten und Steuertabellen finden Sie an allen relevanten Punkten den ab 2022 neuen Steuersatz.

Die Kontenrahmen stehen ab 14.12.2021 mit der Vorab-Version 10.21 Ihres DATEV-Rechnungswesen-Programms zur Verfügung.

Aktuelle Informationen finden Sie in diesem Hilfe-Dokument:

Datenübermittlung an Statistische Ämter: Statistik Verdiensterhebung monatlich übermitteln und Sendestatus anzeigen

Wenn Sie das Tool Datenübermittlung an Statistische Ämter nutzen und die Statistik Verdiensterhebung einreichen, betrifft Sie folgende Änderung: Ab dem Kalenderjahr 2022 muss die Statistik monatlich übermittelt werden.

Übrigens...
Den Übermittlungsstatus Ihrer Verdiensterhebung können Sie sich ab 2022 im neuen Sendestatus anzeigen lassen. Dazu müssen Sie die Version 5.2 von Datenübermittlung an Statistische Ämter installieren (voraussichtlich ab 30.12.2021).

Weitere Informationen:

E-Rechnungen

E-Rechnung wird Pflicht in weiteren Bundesländern ab dem 01.01.2022 - Gesetzlicher Hintergrund

Zum 1. Januar 2022 führen folgende Bundesländer die verbindliche elektronische Rechnungsstellung ein:

  • Baden-Württemberg,
  • Hamburg und
  • Saarland.

Das bedeutet für Sie: Stehen Sie in einer Geschäftsbeziehung mit öffentlichen Auftraggebern in diesen Bundesländern, müssen Sie ab dem 1. Januar 2022 für die Abrechnung Ihrer Leistung eine E-Rechnung erstellen und übermitteln. Wenn Sie betroffen sind, werden Sie in der Regel von Ihrem öffentlichen Auftraggeber rechtzeitig informiert.

Damit folgen die 3 Bundesländer den öffentlichen Auftraggebern des Bundes sowie dem Bundesland Bremen, deren Lieferanten bereits seit dem 27.11.2020 verpflichtend eine E-Rechnung erstellen müssen.

Mehr Informationen zur E-Rechnung sowie zur gesetzlichen Änderung finden Sie hier:

E-Rechnungen mit DATEV Mittelstand erstellen und übermitteln

Mit den Programmen DATEV Mittelstand Faktura, DATEV Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen und DATEV Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen compact können Sie seit September 2020 im Auftragswesen Rechnungen im geforderten Format XRechnung und alternativ im Format ZUGFeRD (ab Version 2.0) erstellen. Die Rechnung erstellen Sie bzw. Ihre Mandanten wie gewohnt im Programm und können diese anschließend als E-Rechnung an die jeweilige Behörde elektronisch übermitteln.

Weitere Informationen:

Neuerungen zum Jahreswechsel

Wegen der geänderten Software-Bereitstellung zum Jahreswechsel 2021/2022 werden erstmals mit der Jahreswechsel-Version 10.3 Ihres DATEV-Rechnungswesen-Programms auch neue Programmfunktionen ausgeliefert.

Die Highlights der Version 10.3 haben wir stichpunktartig im Folgenden für Sie zusammengefasst:

Neue Kontenfunktionen und Standard-Steuerschlüssel zur Darstellung des innergemeinschaftlichen Verbringens:

Welche neuen Kontenfunktionen und Standard-Steuerschlüssel zur Verfügung stehen, hängt vom Verbringungssachverhalt ab:

  • Deutscher Unternehmer liefert aus seiner Betriebsstätte in Deutschland in seine Betriebsstätte in einen anderen EU-Mitgliedstaat.
    Details: Dok.-Nr. 1022555
  • Deutscher Unternehmer liefert aus seiner Betriebsstätte in einem EU-Mitgliedstaat in seine Betriebsstätte in einen anderen EU-Mitgliedstaat.
    Details: Dok.-Nr. 1022556
  • Deutscher Unternehmer liefert aus seiner Betriebsstätte in einem EU-Mitgliedstaat in seine Betriebsstätte in Deutschland.
    Details: Dok.-Nr. 1022557

Zahlungsdatenservice Amazon:

In Kanzlei-Rechnungswesen und DATEV Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen wird der Zahlungsdatenservice (Amazon) um folgende Funktionen erweitert:

  • Optimierte Zuordnung der Zahlungen zu den offenen Posten
  • Anpassung des Designs der elektronischen Beleginfo für Bank und Kasse

DATEV Automatisierungsservice Rechnungen:

Für Kanzleien ergeben sich folgende Verbesserungen beim DATEV Automatisierungsservice Rechnungen:

  • Wegfall weiterer Voraussetzung für die Bestellung
  • Sicher erkannte Belege werden automatisch gebucht
  • Buchungsvorschläge auch für aufgeteilte Belege

Weitere Informationen

Eine Übersicht über alle Neuerungen finden Sie in diesen Dokumenten:

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