Rechnungswesen: Jahreswechsel 2020/2021

Übersicht der gesetzlichen Änderungen

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die gesetzlichen Änderungen und wie diese sich auf Ihre Arbeit mit den Programmen auswirken.

Ende der befristeten Umsatzsteuersenkung

Die temporäre Umsatzsteuersenkung mit den Steuersätzen 16% und 5% läuft zum Jahresende 2020 aus. Damit gelten ab 01.01.2021 wieder die Steuersätze 19% und 7%.

Hinweis

Die geänderten Steuersätze und neuen Konten in Verbindung mit der befristeten Steuersatzsenkung sind bereits im Service-Release 9.15 enthalten ("Vorabversion", voraussichtlich ab 11.12.2020). Mit diesem Service-Release sind Buchungen ab dem 01.01.2021 mit den erhöhten Steuersätzen 19% und 7% möglich.

Die weiteren gesetzlichen Änderungen werden erst mit der Jahreswechsel-Version 9.2 umgesetzt (z. B. Programmanpassungen in Verbindung mit den neuen Kennziffern der Umsatzsteuer-Voranmeldung).

Es ist deshalb unbedingt erforderlich, die Jahreswechsel-Version 9.2 zu installieren.

Wenn Sie mit der Bearbeitung des Buchungsjahres 2021 bis zur Auslieferung der Jahreswechsel-Versionen 9.2 warten können, brauchen Sie das Service-Release 9.15 nicht zu installieren.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in diesem Dokument:

Übrigens...
Unter www.datev.de/corona haben wir alle Informationen und unser Unterstützungsangebot rund um die Corona-Krise gebündelt. Dort halten wir Sie auch darüber auf dem Laufenden, wie wir die aktuellen Wirtschaftshilfen umsetzen: zur sogenannten Novemberhilfe, deren Umsetzung für die Kalenderwoche 49 geplant ist, aber auch zur geplanten Dezemberhilfe und zur Überbrückungshilfe III.

EU-weite Nutzung des One-Stop-Shop-Verfahrens (OSS) / Import-One-Stop Shop (IOSS)

Im Rahmen der Umsetzung der Maßnahmen des Mehrwertsteuer-Digitalpakts sollten ab dem 01.01.2021 gesetzliche Neuerungen mit Fokus auf den grenzüberschreitenden Online-Handel in den jeweiligen Mitgliedstaaten greifen.

Die geplanten Neuerungen im Bereich E-Commerce wurden durch die EU-Kommission aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise jedoch auf den 01.07.2021 verschoben.

Bis zum 30.06.2021 sind somit keine Auswirkungen auf das betriebliche Rechnungswesen zu erwarten.

Ausführliche Informationen zu den gesetzlichen Hintergründen und aktuelle Informationen zur Umsetzung finden Sie hier:

Nachweisführung im Bestätigungsverfahren für ausländische Umsatzsteuer-Identifikationsnummern

Zur Aufbewahrung von Bestätigungsanfragen für ausländische Umsatzsteuer-Identifikationsnummern wurden neue Grundsätze bekanntgegeben. So steht es im BMF-Schreiben vom 28. Oktober 2020 (III C 5 – S 7427 – d/19/10001 : 001).

Die neuen Vorgaben müssen erstmals auf Bestätigungsanfragen angewendet werden, die nach dem 31.12.2020 an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) gestellt werden.

Hinweis: Die schriftliche, amtliche Bestätigung einer gültigen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer kann nur noch telefonisch beim BZSt angefordert werden. Aus diesem Grund wurde die Funktion „Amtliche Bestätigung anfordern?“ mit dem Service-Release 9.23 aus den DATEV-Rechnungswesen-Programmen entfernt (Service-Release, 18.02.2021).

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in diesem Dokument:

E-Rechnungen an öffentliche Auftraggeber seit November Pflicht

Gesetzlicher Hintergrund

Seit dem 27.11.2020 akzeptieren viele öffentliche Auftraggeber des Bundes oder einzelner Länder nur noch E-Rechnungen, die den Vorgaben der EU-Richtlinie 2014/55 entsprechen. Das bedeutet konkret: Wenn Sie in einer Geschäftsbeziehung mit öffentlichen Auftraggebern stehen, müssen Sie seit dem 27.11.2020 E-Rechnungen erstellen und diese elektronisch an den jeweiligen öffentlichen Auftraggeber über dessen präferierten Zustellkanal senden. Papier- oder reine PDF-Rechnungen werden nicht mehr akzeptiert. Wenn Sie betroffen sind, werden Sie in der Regel von Ihrem öffentlichen Auftraggeber, z.B. Ihrer Gemeinde, rechtzeitig informiert.

Mehr Informationen zur E-Rechnung sowie zur gesetzlichen Änderung finden Sie hier:

E-Rechnungen mit DATEV Mittelstand erstellen und übermitteln

Mit den Programmen DATEV Mittelstand Faktura, DATEV Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen und DATEV Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen compact können Sie seit September 2020 im Auftragswesen Rechnungen im geforderten Format XRechnung und alternativ im Format ZUGFeRD (ab Version 2.0) erstellen. Die Rechnung erstellen Sie bzw. Ihre Mandanten wie gewohnt im Programm und können diese anschließend als E-Rechnung an die jeweilige Behörde elektronisch übermitteln.

Weitere Informationen:

E-Rechnungen mit DATEV Unternehmen online verarbeiten

In DATEV Unternehmen online ist das automatische Auslesen von ZUGFeRD-Rechnungen und XRechnungen in den Anwendungen Belege online (Bearbeitungsformen Standard und Erweitert) und Bank online implementiert. Dies ermöglicht das Auslesen von zentralen, branchenübergreifenden Inhalten der Rechnungsdaten. Diese Inhalte sind für die Finanzbuchführung, für die Zahlung und die Archivierung von Belegen relevant.

Weitere Informationen:

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