Gerichtsvollzieherformular

Pflichtformular für ZV-Aufträge

Ab 1.4.2016 ist das Formular für die Beauftragung des Gerichtsvollziehers zur Vollstreckung von Geldforderungen verbindlich einzusetzen.

Formularzwang für Gerichtsvollzieheraufträge zum 1.4.2016

Am 30.9.2015 wurde im Bundesgesetzblatt (2015 Teil I Nr. 37) die Verordnung über das Formular für den Vollstreckungsauftrag an den Gerichtsvollzieher (Gerichtsvollzieherformular-Verordnung – GVFV) verkündet. Danach wird für den Vollstreckungsauftrag an den Gerichtvollzieher zur Vollstreckung von Geldforderungen ein Formular eingeführt, das aus dem Vollstreckungsauftrag, einer Forderungsaufstellung (Anlage 1) und Hinweisen zum Ausfüllen und Einreichen des Auftrags (Anlage 2) besteht und das ab dem 1.4.2016 verbindlich zu nutzen ist.

Anpassung im Formular ab dem 01.12.2016

Am 25.11.2016 wurde im Bundesgesetzblatt das Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 655/2014 sowie zur Änderung sonstiger zivilprozessualer, grundbuchrechtlicher und vermögensrechtlicher Vorschriften und zur Änderung der Justizbeitreibungsordnung (EuKoPfVODG) verkündet. In diesem sogenannten „Reparaturgesetz“ ist auch eine Änderung in der Verordnung über das Formular für den Vollstreckungsauftrag an den Gerichtsvollzieher (GVFV) – mit Wirkung zum 01.12.2016 - enthalten.

Aufgrund der Übergangsregelung in § 6 GVFV (neue Fassung) kann für Aufträge, die bis zum 28.02.2017 eingereicht werden, das bis zum 30.11.2016 bestimmte Formular weiter genutzt werden.

Details zu den Änderungen und zur Umsetzung in Anwalt classic pro finden Sie im Info-DB-Dok. 1021826 (Aktuelle Version von DATEV Anwalt classic pro, hier 1.1.3 Forderungskonto).

Aufbau des neuen Formulars

Das Formular beinhaltet insgesamt 17 sog. „Module“ (A bis Q) mit insgesamt ca. 250 Feldern, die in Untermodule unterteilt sind. Dadurch werden der Formularinhalt und die Reihenfolge verbindlich festgelegt, es können jedoch Module mehrfach verwendet oder auch weggelassen werden (insbesondere bei mehreren Gläubigern und Schuldnern).

Umsetzung in DATEV Anwalt classic pro

In DATEV Anwalt classic pro steht die neue Maßnahmenart „Gerichtsvollzieherauftrag“ zur Verfügung. Die bisherigen Maßnahmearten Vollstreckungsaufträge zur gütlichen Erledigung, Vermögensauskunft, Sachpfändung, Vorpfändung, Verhaftung und weitere werden dadurch ersetzt.

In einem intuitiven Dialog können dann der gewünschte Auftrag ausgewählt und zusätzlich Angaben zu Anlagen, Hinweisen und einzelnen Aufträgen in mehreren Registerkarten vorgenommen werden. Auch beliebige Kombinationen von Aufträgen werden möglich sein. Aufgrund dieser Angaben wird das Gerichtsvollzieherauftragsformular anschließend als PDF-Datei erstellt, wobei einzelne Module gegebenenfalls vervielfacht (Gläubiger- bzw. Schuldnermehrheit, mehrere gesetzliche Vertreter) oder auch weggelassen werden. Auch die Berechnung der Rechtsanwaltsvergütung sowie die Erstellung der Forderungsaufstellung als Anlage 1 (sofern dort nachvollziehbar darstellbar) erfolgt wie gewohnt automatisch. Falls Eintragungsmöglichkeiten fehlen, kann neben den vorhandenen Freitextfeldern optional auch eine Anlage erstellt werden, in der auf einem zusätzlichen Blatt beliebiger zusätzlicher Freitext eingegeben werden kann.

Unterstützungsangebote

Informieren Sie sich über das Thema Zwangsvollstreckung und Vollstreckungsauftrag in Anwalt classic pro.

Seminar „DATEV Anwalt classic pro – Zwangsvollstreckung: Klassiker sowie Spezialfälle“

In einem zweistündigen Online-Seminar vermittelt Ihnen Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte Nicole Nürnberger-Dietzsch wie Sie diverse Forderungsansprüche im Schuldnerkonto umsetzen und eine übersichtliche Forderungsaufstellung erstellen.

Preis pro Zugang: 95,00 € zzgl. USt.

Termine:
07.02.2017 - 10:00 - 12:00 Uhr
09.05.2017 - 10:00 - 12:00 Uhr
14.09.2017 - 10:00 - 12:00 Uhr
07.11.2017 - 10.00 - 12.00 Uhr

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