Kanzleimanagement

Als Kanzlei zur Marke werden

Coca-Cola, Red Bull, Telekom, adidas – diese Weltmarken kennt jeder. Doch können auch Kanzleien zu einer Marke werden, und was bringt das überhaupt?

Unsere Antwort: Kanzleien, die sich als Marke verstehen und diese entsprechend professionell führen, haben mehr Erfolg als ihre Wettbewerber.

Was ist eine Marke?

Marken sind mehr als eingetragene Warenzeichen, Logos und Werbung. Von Amazon-Gründer Jeff Bezos stammt der Satz: "Eine Marke ist das, was andere über einen sagen, wenn man den Raum verlässt." Im Grunde ist es alles, was man als Kanzleiinhaber, Partner oder auch Mitarbeiter einer Kanzlei im Zusammenhang mit der Kanzlei unternimmt. Fest steht: Auch für Ihre Kanzlei gibt es ein bestimmtes Bild in den Köpfen Ihrer Mandanten oder Mitarbeiter oder auch beim Finanzamt, das es zu formen und in die richtige Richtung zu entwickeln gilt.

Auf die Details kommt es an - wie Sie eine eigene Marke aufbauen und Ihre Kanzlei überzeugend präsentieren

Eine gute Marke gibt Antwort auf die Frage: Wer macht was für wen und warum? Ziel der Markenarbeit ist es, dazu ein stimmiges und eindeutiges Bild in den Köpfen der Menschen zu verankern.

Heben Sie Alleinstellungsmerkmale hervor!

Zeigen Sie, welche Merkmale Ihre Marke besitzt und welche Stärken Ihre Kanzlei auszeichnen: Herkunft, Kultur, Geschichte, Gestaltung, Expertise und Prestige gehören unbedingt dazu. Wer sind Sie und Ihre Kanzlei? Was zeichnet Ihre Kanzlei aus und unterscheidet Sie von den anderen?

Beispiele aus der Steuerberater-Praxis: Spezialisierungen auf Fachgebiete, ein architektonisch interessantes Bürogebäude, eine bewegte Firmengeschichte, eine prägnant formulierte Kanzleiphilosophie, oder Servicezusatzleistungen wie eine SMS-Benachrichtigung für anstehende Termine.

Entwickeln Sie eine Kanzleiphilosophie!

Definieren Sie für Ihre Kanzlei Visionen und Ziele, wo und wie sie sich im Markt sehen und positionieren wollen. Überlegen Sie sich, welche Werte Ihnen bei Ihrer Kanzlei wichtig sind, welche Charakterzüge Ihre Mandanten am meisten an Ihnen schätzen und welche Stärken in Ihre tägliche Arbeit einfließen. Wo wird das Bild der Marke geprägt und – viel wichtiger – durch wen?

Tipp: Es braucht keine großen Budgets und teure Testimonials, um authentisch zu sein!

111832_StB_6638

Stellen Sie Vertrauen her!

Eine Marke steht für eine bestimmte Leistung und schafft dadurch Vertrauen. Denn der Kunde vertraut natürlich darauf, dass er mit dem Kauf dieser Marke - wie etwa auch bei Rolex oder IKEA - genau diese Leistung erhält.

Tipp: Hier helfen Referenzen. Lassen Sie andere für sich sprechen! Auch mit Online-Bewertungen im Rahmen der berufsrechtlichen Grenzen, die Sie auf Ihrer Webseite einbinden können, können Sie Vertrauen stärken.

Schaffen Sie Wiedererkennungswert!

Ihre Kunden müssen die Eigenschaften der Marke mühelos wiedererkennen können - wie etwa bei der weltweit geschätzten Funktionalität der IKEA-Möbel. "Wir bieten Ihnen professionelle und persönliche Steuerberatung, rasch und kompetent": Solche Allgemeinplätze genügen nicht, um ein klares Bild zu vermitteln, wie Sie Ihren Mandanten konkret weiterhelfen können und schon gar nicht, um sich von der Masse der Kollegen abzuheben. Wechseln Sie die Perspektive: Weg von, dem was Sie wissen, hin zu dem, was Sie bewirken. Beispielhaft können Sie sich die Frage stellen: Was verändert sich für Ihre Mandanten durch Ihre Arbeit?

Achten Sie auf ein einheitliches Markenbild!

Wichtig, auch für die Wiedererkennung Ihrer Kanzlei, ist das unverwechselbare Markenbild.

Tipp: Beauftragen Sie eine Werbeagentur mit der Erstellung eines Kanzleilogos und legen Sie eine Hausschrift und das Farbkonzept fest. Überlegen Sie sich einen Claim oder Slogan, der ihr Versprechen gegenüber Ihren Mandanten deutlich macht.

Im Anschluss können Sie sich Gedanken um spezielle Werbemittel in Ihrem neuen Design machen. Visitenkarten, Notizblöcke, Kugelschreiber oder ein neues Kanzleischild können der erste Schritt sein, Ihre Marke und Ihr Image zu fördern.

Setzen Sie sich bei der Entwicklung Ihrer eigenen Kanzleimarke gedanklich immer auf den Stuhl des Mandanten und nutzen Sie diesen Perspektiv-Wechsel, um Mandanten zu erreichen, zu gewinnen, positiv zu überraschen und zu begeistern.

Eine Marke ist ein Gütesiegel, ein Qualitätsversprechen, auf das Kunden vertrauen - und im Übrigen auch potenzielle neue Mitarbeiter, die sich eher für einen Arbeitgeber mit klarer Markenidentität entscheiden. Das ist es, was Kanzleien von großen Marken lernen können.

Unsere Produkte & Dienstleistungen

Noch Fragen?

Fragen zum Thema Als Kanzlei zur Marke werden beantwortet Ihnen gerne ein DATEV-Mitarbeiter.

Kontakt aufnehmen