Kanzleimanagement

Geschäftsfeldentwicklung

Potentiale für die Zukunft freisetzen

Die Erschließung neuer Geschäftsfelder ermöglicht Ihnen, neben den klassischen Dienstleistungsangeboten wie Finanzbuchhaltung oder Jahresabschluss, schon frühzeitig auf neue Mandantenanforderungen einzugehen und sich auf Marktveränderungen vorzubereiten.

Geschäftsfelder im Beratungsmarkt: Ein Überblick

Welche Geschäftsfelder gibt es überhaupt schon im Markt? In den letzten Jahren haben sich immer mehr Dienstleistungsangebote im Steuerberatermarkt etabliert, die den Geschäftsfeldern Betriebswirtschaftliche Beratung und Unternehmensberatung zugeordnet werden können. So finden Sie Beratungsangebote wie:

  • Unternehmensnachfolge
  • Unternehmensplanung
  • Prozessoptimierung
  • Existenzgründung / Start-Up
  • Gehaltsoptimierung
  • Forderungsmanagement
  • Wirtschaftsmediation
  • Vermögens- und Finanzplanung
  • Sanierung und Insolvenzverwaltung
  • Controlling und Finanzwirtschaft
  • Internationale Rechnungslegung
  • Branchenspezifisches Beratungswissen (z.B. Gesundheitswesen, Baugewerbe, erneuerbare Energien, Internethandel)

Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. und die Bundessteuerberaterkammer bieten verschiedene Angebote zu unterschiedlichen Fachberaterweiterbildungen an, welche die Bedeutung der Geschäftsfeldentwicklung im Markt nochmal hervorheben.

Neue Geschäftsfelder entwickeln

Wie können Sie herausfinden, welches Geschäftsfeld zu Ihrer Kanzlei passt und ob das Geschäftsfeld der Wahl zukunftsträchtig ist? Die folgenden Schritte helfen Ihnen bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder:

Schritt 1: Kanzleipotentiale entdecken

Mithilfe einer SWOT-Analyse (Strength, Weakness, Opportunity, Threats) können Sie neue Geschäftsfelder entwickeln und mögliche Stärken weiter ausbauen. Wir zeigen Ihnen anhand des fiktiven Beispiels der Kanzlei Neues.Geschäftsfeld., wie eine Analyse für neue Geschäftsfelder erstellt werden kann.

Die Kanzlei Neues.Geschäftsfeld. besteht aus 10 Mitarbeiter und einem Kanzleiinhaber. Seit Jahren verzeichnet sie hohe Deckungsbeiträge und jährliches Umsatzwachstum. Die Kanzlei berät hauptsächlich kleine und mittelständische Unternehmen im gewerblichen und freiberuflichen Bereich. Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Kanzlei besteht die Überlegung das Geschäftsfeld Unternehmensnachfolge als neue Dienstleistung zu erschließen.

Stärken

  • Guter Umsatzwachstum und hohe Deckungsbeiträge
  • Qualifizierte Mitarbeiter und wenig Mitarbeiterfluktuation
  • Mitarbeiter streben danach, mehr in die Beratung zu gehen

Chancen

  • Vermehrte Anfragen von bestehenden Mandanten zum Thema "Unternehmensnachfolge"
  • Marktpotential durch hohe Altersstrukturen in kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region

Schwächen

  • Hohe Auslastung des Kanzleichefs
  • Noch keine einheitlichen und effizienten Prozesse in der Kanzlei

Risiken

  • Zwei Wettbewerber im Umkreis bieten schon Unternehmensnachfolgeberatung an (drohender Mandatsverlust)

Anhand dieser Analyse kann die Kanzlei erkennen, welche Risiken im Markt bestehen und welche Schwächen eventuell abgebaut werden müssen. In diesem Beispiel wird die Kanzlei Ihre Stärken und Chancen nutzen und Ihre Schwächen abbauen. Aufgrund der starken Auslastung des Kanzleichefs, wurde beschlossen einen Kanzleimanager einzustellen, der u. a. personelle und prozessuale Aufgaben übernehmen soll. So wird der Kanzleiinhaber entlastet und gewinnt Freiräume, um sich um das neue Geschäftsfeld "Kanzleinachfolge" zu kümmern.

  • Analysieren Sie, welche Dienstleistungen Ihre Mitbewerber in Ihrer Region anbieten. Dies gibt Ihnen sowohl Impulse für neue Geschäftsfelder, als auch einen Überblick welche Beratungsangebote noch nicht angeboten werden. Vielleicht bietet sich dort die Möglichkeit, eine Marktlücke zu schließen.
  • Fragen Sie sich immer, welchen Bedarf Ihre bestehenden sowie potentielle Mandanten haben, die Sie mit dem neuen Geschäftsfeld ansprechen wollen.

Schritt 2: Kompetenzen aufbauen

  • Überlegen Sie sich, welche Dienstleistungen Sie bereits anbieten und wo Ihre Kompetenzen liegen. Vielleicht können auch bestehende Angebote ausgebaut werden.
  • Analysieren Sie, über welche Kapazitäten Ihre Kanzlei verfügt und welches Wissen schon in Ihrer Kanzlei vorhanden ist. Gegebenenfalls müssen Sie qualifizierte Mitarbeiter für das neue Geschäftsfeld aufbauen oder gewinnen.

Schritt 3: Neues Geschäftsfeld klar positionieren

Neben dem Ausbau von Kompetenzen ist auch ein konkretes Konzept mit strategischen Maßnahmen grundlegend. Es beinhaltet u. a. die Definition von Zielen, Ihre Zielgruppe, die Dienstleistungsstruktur und die passende Honorargestaltung. Wenn Sie das Konzept noch um ein Vermarktungskonzept erweitern, finden Sie die richtige Positionierung Ihres Geschäftsfelds im Wettbewerbsumfeld. Damit können Sie das neue Beratungsangebot erfolgreich platzieren.

  • Definieren Sie für Ihr neues Geschäftsfeld Ihr zentrales Versprechen an Ihre Zielgruppe. Erklären Sie in wenigen Sätzen, warum sich diese für Ihre Kanzlei entscheiden soll. Bestenfalls sollten Sie Ihre neue Dienstleistung in 30 Sekunden Ihren Mandanten präsentieren und diese überzeugen können.

Legen Sie fest, wann Sie mit Ihrem Vorhaben beginnen und in welchem Zeitraum Sie dieses abgeschlossen haben wollen. Setzen Sie sich Meilensteine, damit Sie Schritt für Schritt Erfolge verzeichnen und auch laufend Maßnahmen optimieren können.

Und denken Sie immer daran: Fangen Sie einfach an, sich mit der Entwicklung neuer Geschäftsfelder zu beschäftigen - auch wenn es am Anfang nur kleine Schritte sind.

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