Kanzleimanagement

Fusion & Kanzleizukauf

Wettbewerbsvorteile sichern, Marktpotentiale ausschöpfen oder zusätzliche Regionen erschließen - diese und weitere Gründe gibt es, um eine Kanzlei zu kaufen oder mit einer bestehenden Kanzlei zu fusionieren. In allen Fällen sollte ein solcher Schritt gut bedacht sein und vor allem frühzeitig und konkret geplant werden.

Kanzleizukauf als Wachstumsstrategie?!

Der Zukauf einer Kanzlei kann eine einmalige strategische Entscheidung sein oder auch als zentrale Wachstumsstrategie für die Zukunft gesehen werden.

Tipp: Nutzen Sie den Kanzleizukauf für zusätzliches Wachstum in Ihrer Region oder erweitern Sie Ihr Gebiet. Einige Kanzleien nutzen den Kanzleizukauf, um führend in der eigenen Region zu werden. Dadurch erhalten sie zum einen Wettbewerbsvorteile und zum anderen können qualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden.

Eine Kanzlei zuzukaufen kann Ihre Kanzlei dabei unterstützen, einen komplett neuen Mandantenstamm und ein neues Geschäftsfeld zu erschließen. Beispielsweise junge Mandate aus dem Internethandel, die zusätzlich auch einen weiteren Beratungsbedarf bezüglich ihrer Unternehmensplanung haben.

Doch welche Kanzlei ist eigentlich die Richtige, die schon zu Ihrer bestehenden Kanzlei bzw. Kanzleistrategie passt? Bevor Sie Ihre Pläne überhaupt in die Tat umsetzen können, sollten Sie sich im Vorfeld über organisatorische als auch strukturelle Faktoren Gedanken machen.

  • Achten Sie auf den zeitlichen Aspekt: überlegen Sie sich, wann Sie eine Kanzlei dazukaufen möchten, damit die Planung nicht mit anderen Aufgaben und Zielen von Ihnen kollidiert.

    Der Faktor Zeit spielt bei Kanzleizusammenschlüssen eine wichtige Rolle. Die ersten 100 Tage sind in der Regel ausschlaggebend für einen erfolgreichen Start. Kalkulieren Sie daher schon bei der Planung Puffer für Ummeldungen mit ein. Vermeiden Sie, wenn möglich, Ballungszeiten in der Mandatsgeschäft für die Zusammenführung der Kanzleien.
  • Beachten Sie die Geschäftsmodelle: passt Ihr vorhandenes Geschäftsmodell mit dem der zu erwerbenden Kanzlei zusammen?
  • Fragen Sie sich, warum Sie in eine weitere Kanzlei investieren sollten. Setzen Sie sich Ziele und definieren Sie Ihre Motive für einen Kanzleizukauf.
  • Überlegen Sie sich, welche Faktoren die Kanzlei, die Sie zukaufen, aufweisen soll. Wie ist die Kanzleistruktur, das Dienstleistungsmodell, der Mandantenstamm, die Qualifikation der Mitarbeiter und auch die IT-Infrastruktur?

Wenn es an den Kauf geht, prüfen Sie, ob der Kaufpreis berechtigt und finanzierbar ist. Außerdem sollten Sie identifizieren und kalkulieren, welche Investitionen Sie im Nachgang des Kanzleizukaufs noch erwarten – benötigen Sie Hardware für die neue Kanzleigröße oder zusätzliche Softwareprogramme?

Fusion mit einer anderen Kanzlei

Mit einer Fusion kann Ihre Kanzlei zusätzliche Kapazitäten und Kompetenzen gewinnen und bietet auch die Möglichkeit, Ihr Dienstleistungsangebot zu erweitern. Dabei sollte der Fusionspartner gut gewählt sein:

  • Achten Sie auf das Geschäftsmodell des potentiellen Fusionspartners und auf dessen Kanzleiaufbau sowie Prozesse. Passen diese zu Ihrer Kanzlei und Ihrer Vorstellung?
  • Analysieren Sie, wie der Mandantenstamm des Fusionspartners beschaffen ist und welche Potentiale in der Kanzlei stecken. Beispielsweise spezielle Beratungskompetenzen im Baulohn und gute Deckungsbeiträge. So wird die Fusion zum Erfolg.
  • Schauen Sie, wie die IT Ihres Fusionspartners aufgebaut ist, beispielsweise welche Software er einsetzt oder wie die IT-Infrastruktur aufgebaut ist. So können Sie vorab definieren, wo es Anknüpfpunkte zu Ihrer Kanzlei gibt und wo Sie Ihre Systeme noch harmonisieren müssen.

Veränderungen sicher umsetzen

Ein Kanzleizukauf oder auch eine Fusion bedeutet Veränderung, nicht nur in technischer und rechtlicher Hinsicht, sondern auch für alle beteiligten Partner, Mitarbeiter und auch Mandanten. Deshalb sollten Sie ganzheitlich planen:

Dies bestätigt auch die PwC-Studie " Erfolgreiche Integration schaffen Mehrwert durch den richtigen Umgang mit neugewonnenen Kompetenzen und Technologien ".

  • Planen Sie die Integration der Kanzlei bis ins kleinste Detail. Eine falsche Planung könnte für Sie einen höheren Zeit- und Kostenaufwand bei der Umsetzung bedeuten.
  • Denken Sie nicht nur daran, die technischen Aspekte zusammenzuführen, sondern auch die prozessualen Strukturen der Kanzleien - da das eine das andere bedingt. Daher: vereinheitlichen Sie Ihre Prozesse, sonst könnte es Ihren Kanzleibetrieb verlangsamen.
  • Beziehen Sie alle wichtigen Personen in die Umsetzung mit ein. Denken Sie daran, frühzeitig Ihre Mitarbeiter und die der anderen Kanzlei mit einzubinden, um Widerständen und Skepsis frühzeitig entgegenzuwirken. Zudem sollten Sie Ihren DATEV Kundenverantwortlichen rechtzeitig informieren, sodass dieser Sie bei einer realistischen Zeitplanung unterstützen kann.

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