Berufsrechtlicher Hintergrund

Die Verabschiedung der neuen Verlautbarung der Bundessteuerberaterkammer am 12./13.04.2010 und des Hauptfachausschusses des IDW am 27.11.09 hat viele wichtige Änderungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen mit sich gebracht.

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer müssen diese neuen, geänderten Grundsätze bei der Erstellung von Jahresabschlüssen verbindlich anwenden, die nach dem 31.12.2009 beginnen.

Nehmen Sie die Herausforderung an!

Der IDW S7 und die Verlautbarung der BStBK 4/2010 ersetzen jeweils die IDW Stellungsnahme HFA 4/1996 und die Verlautbarung der Bundessteuerberaterkammer zu den Grundsätzen für die Erstellung von Jahresabschlüssen (BStBK 12/2001) durch Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Somit gelten für die Berufsangehörigen inhaltlich überwiegend übereinstimmende Erstellungsgrundsätze und gleichlautende Bescheinigungsformulierungen:

Beide Verlautbarungen legen unter anderem verbindlich fest, dass der Berufsangehörige, der einen Jahresabschluss erstellt, eine Bescheinigung mit den neu gefassten Bescheinigungstexten für die jeweiligen Auftragsarten (ohne Beurteilungen, mit Plausibilitätsbeurteilungen und mit umfassenden Beurteilungen) zu erstellen hat. Aus der Bescheinigung sollen sich Art und Umfang der Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers bzw. des Steuerberaters ergeben.

Die Bescheinigung soll eine klare, schriftlich formulierte Aussage über die Erstellung des Jahresabschlusses durch den Berufsangehörigen enthalten. Bestehen Einwendungen oder Beurteilungshemmnisse im Zusammenhang mit den vorgelegten Unterlagen und erteilten Auskünften, ist in der Bescheinigung darauf hinzuweisen. Wenn die Unterlagen insgesamt nicht abgrenzbare Mängel aufweisen oder nicht beurteilbar sind, darf keine Bescheinigung erteilt werden.

Außerdem verpflichten der IDW S7 und die neue Verlautbarung der BStBK Wirtschaftsprüfer und Steuerberater zur Dokumentation der Abschlusserstellungstätigkeiten in Form von Arbeitspapieren:

Der Berufsangehörige hat nach Tz. 51 die Erstellung des Jahresabschlusses angemessen zu dokumentieren. In den Arbeitspapieren oder im Erstellungsbericht, soweit dieser Dokumentationspflichten erfüllt, müssen die Tätigkeiten im Rahmen der Erstellung einschließlich der Beurteilungshandlungen nach Art, Umfang und Ergebnis festgehalten werden.

Im Rahmen der Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse nach § 18 KWG gehen die Anforderungen der Banken zunehmend dahin, dass sie Jahresabschlüsse nur mit Plausibilitätsbeurteilungen oder umfassenden Beurteilungen akzeptieren. Die Vorlage eines Jahresabschlusses mit Plausibilitätsbeurteilung kann bei den Banken zu einem besseren Rating führen.

Ausführliche Informationen zu berufsrechtlichen Fragen erhalten Sie auf den Internetseiten der Bundessteuerberaterkammer.

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