Elektronischer Rechnungsaustausch

eRechnung und andere Datenformate

Seit 27.11.2018 ist die erste Stufe für die Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/55 in Kraft. Einrichtungen der Bundesverwaltung, Bundesministerien und Verfassungsorgane sind damit verpflichtet, elektronische Rechnungen zu empfangen und weiterzuverarbeiten.

Für alle übrigen Auftraggeber des Bundes gilt diese Regelung ab 27.11.2019. Die Pflicht für Unternehmen, elektronische Rechnungen zu stellen, tritt offiziell erst ab November 2020 in Kraft. Vermutlich werden aber einige Behörden auch schon vorher elektronische Rechnungen verlangen.

XRechnung versus ZUGFeRD 2.0

Beide Datenformate erfüllen die Anforderungen der europäischen Norm CEN. Derzeit ist allerdings noch offen, ob ein bundesweiter Standard festgelegt wird oder ob beide Datenformate angenommen werden. Da sich ZUGFeRD 2.0 momentan noch in der Entwicklung befindet, wird die zentrale Rechnungseingangsplattform des Bundes anfänglich nur die XRechnung unterstützen.

Zustellkanal: Zentrale Rechnungseingangsplattform des Bundes (ZRE)

Seit November 2018 kann die Bundesverwaltung elektronische Rechnungen über diese Plattform empfangen. Allerdings darf in Deutschland jedes Bundesland unabhängig davon selbst definieren, wie die EU-Richtlinie umgesetzt wird. Einige Bundesländer wie Bremen und Nordrhein-Westfalen werden ebenfalls eine zentrale Plattform anbieten.

Überregional tätige Lieferanten der öffentlichen Verwaltung müssen also künftig je nach Bundesland unterschiedliche Vorgaben für ihre elektronischen Rechnungen berücksichtigen. Das erhöht die Komplexität enorm.

Erfüllung der Richtlinie mit SmartTransfer

Hier unterstützen Netzwerke wie TRAFFIQX, zu dem auch DATEV mit dem Online-Portal SmartTransfer gehört. Über das Netzwerk sind alle Rechnungsportale der öffentlichen Verwaltung erreichbar. Alle SmartTransfer-Anwender können automatisch und auf Knopfdruck ohne Format-Anpassungen ihre Rechnungen an die Bundesverwaltung übermitteln.

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Fragen zum Thema eRechnung und andere Datenformate beantwortet Ihnen gerne ein DATEV-Mitarbeiter.

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